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Traditionstag und Weihnachtsmarkt
Jetzt ist wirklich Advent

 Trotz trüben Wetters war die Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Freitagabend stimmungsvoll.
Trotz trüben Wetters war die Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Freitagabend stimmungsvoll. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Volles Programm am Freitagabend: Der Traditionstag der Feuerwehr ging in die Weihnachtsmarkteröffnung über. Von Norbert Schwarz

Der Nikolausabend gehört in der Stadt Zweibrücken sozusagen den Feuerwehrleuten. Ihnen nämlich spricht dann traditionell der Oberbürgermeister den Dank für ihren nimmermüden Einsatz aus. Oberbürgermeister Marold Wosnitza setzte am Nikolausabend im Sitzungssaal des Rathauses diese Tradition mit einer flammenden Dankesrede im Sinne des bekannten Slogans „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ fort. Bis zum Traditionsabend war die Zweibrücker Feuerwehr insgesamt 301 Mal ausgerückt.

Nicht jeder Einsatz verlaufe derart spektakulär wie das Evakuierungsprozedere zur Bombentschärfung auf der Baustelle für die Kindertagesstätte in der Gabelsbergerstraße. der Oberbürgermeister: „Bei diesem Einsatz im Oktober, zusammen mit den Hilfskräften von DRK, ASB und THW, leisteten die Feurwehrfrauen und -männer aus der städtischen Wehr Herausragendes. Es ist einmal mehr ein Beweis dafür gewesen, welchen Dienst sie für die Allgemeinheit erbringen.“ Marold Wosnitza erinnerte an die Leistungen, die jeder, ob Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann, erbringe. Unzählige Einsatzstunden aber auch solche bei den wöchentlichen Übungsabenden, auf Lehrgängen und der Weiterbildung. Sie vollziehe sich auf verschiedenen Ebenen und sei mit ein Grund dafür, dass jeder Stadtbürger zur Nacht ruhig schlagen könnte.

Ganz persönlich wurde der Oberbürgermeister und schilderte, was ihm bei seinem Amtsantritt als Stadtoberhaupt in Sachen „Katastrophensituation“ durch den Kopf gegangen sei. Er habe sich selbst die Frage gestellt: „Bekommen wir das hin?“ Nach den eindrucksvollen Erlebnissen bei der Bombenentschärfung wisse er allerdings: „Ja, das bekommen wir bestens hin. Auf diese Mannschaft kann ich mich voll und ganz verlassen.“ Marold Wosnitza wörtlich: „Wir in Zweibrücken sind in guten, in sehr guten Händen!“ Gerade dieser Einsatz wie alle übrigen auch seien beispielhaft dafür gewesen, wie hoch die Bereitschaft vorhanden ist, für das Gemeinwesen Verantwortung zu übernehmen. Es sei ein Markenzeichen aller Feuerwehrfrauen und Männer, dass sie immer dann zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden. Deshalb sei es auch eine Verpflichtung aller verantwortlichen Kommunalpolitiker die Wehren mit leistungsstarken Gerätschaften und Fahrzeugen auszustatten. „Wir tun alles, was möglich ist. Das Material das wir euch zur Verfügung stellen ist notwendig dafür, dass ihr euren Job machen könnt.“



Mit der Stadtkapelle und den Fahnenträgern voraus ging es anschließend mit vielen Feuerwehrangehörigen zum Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz, wo viele Menschen bei leichtem Nieselregen ausharrten, um der gleichfalls traditionellen Weihnachtsmarkt-Eröffnung beizuwohnen. Mit Nikolausmütze und Schal in den Farben der Rosenstadt begrüßte Marold Wosnitza launig die vielen kleinen und großen Marktbesucher, nachdem Citymanagerin Petra Stricker die vielen Kinder noch um etwas Geduld bat, weil die Kleinen gleich von der Rosenkönigin, diesmal im Kostüm eines Christkindes, und ihr passend zum Nikolausabend Süßes bekämen. Worauf Wosnitza prompt feststellte: „Super, ihr habt die Geschenke und ich die heißen Worte.“

Es war ein großartiges Bild, die Musiker von Celebrate music 4 U hatte alle prächtig eingestimmt, die Stadtkapelle nochmals musiziert und der Oberbürgermeister schwärmend den Zweibrücker Weihnachtsmarkt für eröffnet erklärt. Heiko Saberatzky habe, das wisse man, „wieder einen ganz vortrefflichen Weihnachtsmarkt organisiert“, so Wosnitza.

 Beim Traditionstag wurden wie jedes Jahr verdiente Floriansjünger geehrt.
Beim Traditionstag wurden wie jedes Jahr verdiente Floriansjünger geehrt. FOTO: Norbert Schwarz