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Jetzt ist die Bevölkerung gefragt

Zweibrücken. "Wir möchten die Meinung der Bevölkerung wissen. Deshalb fragen wir die Bürger im Amtsblatt zur Ansiedlung von den Fachmärkten auf der Truppacherhöhe", erläuterte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Kurt Pirmann (Foto: pm), gestern das gemeinsame Anliegen der Verbandsgemeinde und des Landkreises Südwestpfalz Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. "Wir möchten die Meinung der Bevölkerung wissen. Deshalb fragen wir die Bürger im Amtsblatt zur Ansiedlung von den Fachmärkten auf der Truppacherhöhe", erläuterte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Kurt Pirmann (Foto: pm), gestern das gemeinsame Anliegen der Verbandsgemeinde und des Landkreises Südwestpfalz. Investoren möchten gegenüber den Style Outlets einen Media-Markt, einen Kaufland-Markt und einen Decathlon-Sportartikelmarkt errichten (wir berichteten).In einem Pressegespräch machen Pirmann und Landrat Hans Jörg Duppré (Foto: pm) klar, dass sie dem Ansinnen der Investoren positiv gegenüberstehen. "Uns ist aber klar, dass es eine schwierige Sache wird", sagt Duppré. Auf der einen Seite stünde das Angebot des Investors, Unternehmen anzusiedeln und die Fläche auch noch selbst zu erschließen. "Das passiert nicht jeden Tag." Auf der anderen Seite sieht Duppré "die rechtlichen und die emotionalen Schwierigkeiten in der Stadt Zweibrücken". "Deshalb müssen wir beide Interessen sorgsam abwägen und prüfen", betont Duppré. In der Vergangenheit hätten die Stadt und die Umlandgemeinden des Flughafens im Zweckverband Entwicklungsgebiet Flugplatz (ZEF) stets "einvernehmliche Lösungen" gefunden. "Das soll auch so bleiben."

Für Duppré war das gemeinsame Auftreten des ZEF auch der Grund für die erfolgreiche Entwicklung bei der Umwandlung des früheren militärischen Flugplatzes in eine zivile Nutzung. Die einvernehmliche Lösung ist nach Meinung Dupprés auch wichtig, um die rechtlichen Hürden zu nehmen. Dazu zählt auch ein Zielabweichungsverfahren für das Gewerbegebiet Truppacherhöhe.

Pirmann macht klar, dass die Stadt Zweibrücken auch für die Umlandgemeinden der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen (Einkauf, Schulen, Freizeit, medizinische Versorgung) ist. Pirmann und Duppré fürchten, dass eine Ablehnung der Ansiedlung nicht zwangsläufig die Innenstadt stärken wird. Sie sehen durch die geplanten Märkte in Homburg oder Kaiserslautern (wir berichteten) eher die Gefahr einer Abwanderung der Kunden.



Für Pirmann sind die mindestens 500 Arbeitsplätze bedeutend. "Deshalb ist die Ansiedlung wichtig für die Entwicklung der Region." Pirmann erwähnt zudem die Gewerbesteuern, von denen die Gemeinden profitieren würden.