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Investoren-Kollision auf Truppacher Höhe

Zweibrücken. Planung und Investoren-Gewinnung für die Truppacher Höhe sind erneut ins Stocken geraten. Vergangenen November hatte der Zweckverbandes Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken (Zef) sich für die P1-Gruppe aus Montabaur als Investor ausgesprochen Von Merkur-Redakteur Eric Kolling

Zweibrücken. Planung und Investoren-Gewinnung für die Truppacher Höhe sind erneut ins Stocken geraten. Vergangenen November hatte der Zweckverbandes Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken (Zef) sich für die P1-Gruppe aus Montabaur als Investor ausgesprochen.P1 soll gegenüber den Zweibrücker Style Outlets das "Fachmarktzentrum Truppacher Höhe" hochziehen, mit Internetabholmarkt, Bau-, Zoo- oder Fahrrad-Markt mit Testflächen. Angedacht war, dass die Zef-Verwaltung einen sogenannten Optionsvertrag erarbeitet, der es P1 erlaubt, das Gelände zu kaufen und in Absprache mit dem Zef nach den vorgestellten Plänen zu gestalten. Einen solchen Vertrag gibt es noch nicht, wie die Kreisverwaltung Südwestpfalz auf Merkur-Anfrage bestätigte. Ebensowenig fand die angekündigte Präsentation in der Zweibrücker Festhalle statt. Hier sollte die P1-Gruppe ihre Pläne dem Zweibrücker Stadtrat, den Ortsgemeinderäten Contwig, Althornbach, Mauschbach, dem Verbandsgemeinderat, dem Kreistag, den Medien und interessierten Bürgern präsentieren. Zunächst sollte dies im Januar geschehen, dann im Februar - inzwischen löst man bei den Beteiligten mit einer Nachfrage nach dem Termin Achselzucken aus. Denn inzwischen haben sich andere Probleme ergeben (und damit ist nicht die Insolvenz der P1-Bausparte gemeint, die auf Zweibrücken keine Auswirkungen haben soll, wir berichteten): Wie der künftige Oberbürgermeister Kurt Pirmann dem Merkur auf Anfrage schildert, hat die P1-Gruppe bei ihren Plänen nämlich Grund und Boden überplant, von dem gar nicht klar ist, ob er zur Verfügung steht. Denn ein anderer Investor, Oliver Weingarth, beansprucht den für sich. Weingarth hat bereits 17 000 Quadratmeter erworben, plant dort eine Shell-Tankstelle, ein McDonalds und eine Spielhalle. Auf einen weiteren 28 000 Quadratmeter großen Abschnitt hat er bis Ende 2013 ein Vorkaufsrecht. Tritt er nun Teile dieses Geländes ab? Muss man neu planen, quasi um das Weingarth-Gebiet herum? Oder will er als Investor neben P1 ins Boot kommen? Solche Fragen wollen die Zef-Spitze und P1-Vertreter am Donnerstag bei einem Gespräch in Zweibrücken klären, berichtet P1-Geschäftsführer Peter Simon. Danach wolle man sich mit Weingarth nochmals kurzschließen, sagt Pirmann. Er hofft auf "eine gemeinschaftliche Lösung, die dazu führt, dass man das Gebiet gemeinsam entwickelt".

p1-gruppe.de

Foto: voj/pma



"Ich hoffe auf eine gemein-

schaftliche Lösung, die dazu führt, dass man

das Gebiet gemeinsam entwickelt."

Kurt Pirmann