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Kitas in Zweibrücken
Immer in Bewegung bleiben

In der evangelischen Bewegungs-Kita Röntgenstraße genießen die Kinder viel Freiraum.
In der evangelischen Bewegungs-Kita Röntgenstraße genießen die Kinder viel Freiraum. FOTO: cvw
Zweibrücken. In den Zweibrücker Kindertageseinrichtungen werden die Weichen für den Nachwuchs mitgestellt. Und das überall mit anderen Schwerpunkten und Besonderheiten. In einer Serie stellt der Merkur die rund 20 Einrichtungen in der Rosenstadt vor. Von Cordula von Waldow

Die Kinder in der evangelischen Kindertagesstätte Röntgenstraße sind meist in Bewegung. In dem großen, langen Flur fahren sie Dreirädchen oder Inliner, spielen in der kleinen Turnhalle Ball oder vergnügen sich auf dem großen, naturnahen Außengelände in Hanglage mit alten Bäumen. Die Bewegungsbaustelle und weitere Anreize laden dazu ein, sich mit Spaß zu bewegen.

Auch in den Gruppenräumen ist das Mobiliar auf ein Mindestmaß beschränkt, um den Kindern den entsprechenden Entfaltungsfreiraum zu gewähren. „Bewegung ist einfach enorm wichtig für die gesamte Entwicklung des Kindes, kognitiv, affektiv, sozial, personal und körperlich“, weiß Kita-Leiterin Sonja Büffel. Das gesamte pädagogische Team ist speziell geschult, so dass die Kita Röntgenstraße mit ihrem vielfältigen Angebot als Bewegungs-Kita ausgezeichnet wurde.

Ein besonderes Angebot ist die Bewegung auf dem Reiterhof, die den Schulabgängern in ihrem letzten Jahr den Kontakt zu Pferden ermöglicht. Größere Kinder, die sich bereits selbstständig an Regeln halten können, erwerben den Außen-Pass. Damit dürfen sie, in Absprache mit den Erzieherinnen, in Kleingruppen selbstständig im Sandkasten spielen, schaukeln oder in Sichtweite das Gelände erkunden. „Darauf sind sie ganz stolz“, berichtet Sonja Büffel.



Der Blick richtet sich mit einer frischen, vollwertigen und fleischarmen Ernährung überhaupt auf das Thema „Gesundheit“. Damit die Kinder zu jeder Zeit optimal vor schädlicher UV-Einstrahlung geschützt ist, hat sich das Kindergarten-Team intensiv mit dem Thema Sonnenschutz befasst und die Auszeichnung Sunpass-Kita erworben. Wichtig sei, die Kinder von klein auf altersgerecht für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

Als kirchliche Einrichtung, spielt auch die religiöse Bildung eine besondere Bedeutung. Diese beschränkt sich dabei nicht nur auf Kinder-Mitmach-Gottesdienste mit Pfarrerin Ursula Müller in der benachbarten Versöhnungskirche oder das Gespräch über Bibelgeschichten. „Wir leben unseren Glauben integriert in den Alltag“, betonen die beiden Leiterinnen, Sonja Büffel und Jasmin Haumesser einstimmig. Allein der Umgang miteinander gründe sich auf christliche Werte, ebenso wie der Respekt voreinander und die Akzeptanz von anderen. Den engen Schulterschluss mit den Eltern und der Eltern untereinander fördert das neue Eltern-Café im Rahmen der Auszeichnung als Kita-Plus QM, ebenso wie die übrigen elf protestantischen Kindergärten der Stadt. Neben den Eltern-Kochkursen mit Kita-Köchin Uta Lauer werden auch gemeinsame Ausflüge unternommen, etwa in den Rosengarten. „Daraus hat sich ein regelrechtes Elternnetzwerk entwickelt“, freut sich die Kita-Leitung.