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Hauptausschuss
Im nächsten Jahr Marktfrühstück

Zweibrücken. Der Hauptausschuss stimmt zu, den Zweibrücker Wochenmarkt zu beleben und zu stärken. Von Fritz Schäfer

(sf) „Das entspricht unserem Antrag“, begrüßte Theresa Wendel (SPD) den Vorschlag der städtischen Wirtschaftsförderin Anne Kraft zur Belebung des Zweibrücker Wochenmarkts. Auch Christoph Gensch (CDU) hält den Vorschlag für sinnvoll. Ingrid Kaiser (FDP) fragte, wie es mit der Zahl der Anbieter aussehe. „Darum geht es. Mit dem Konzept wollen wir den Markt aufwerten und für Marktbeschicker attraktiver machen“, sagte Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD).

Im kommenden Jahr möchte die Wirtschaftsförderung zusammen mit dem City-Management ein neues Konzept für den Wochenmarkt erarbeiten, sagte Kraft. Doch schon während der Erarbeitung des Konzepts soll der Wochenmarkt parallel belebt werden. Deshalb soll es in den Monaten Mai bis Oktober einmal in Monat ein Marktfrühstück geben. Nach der Vorstellung der Wirtschaftsförderin sollen Vereine das Frühstück anbieten. Im Januar sollen Vereine eingeladen werden.

Die Stadt Zweibrücken soll sich finanziell stärker im Verein Zukunftsregion Westpfalz einbringen. Im Hauptausschuss sprachen sich Christoph Gensch (CDU), Theresa Wendel (SPD) und auch Norbert Pohlmann (Grüne) dafür aus. Bisher zahlt die Stadt nach Angaben von Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) einen Beitrag von 750 Euro. Pirmasens 25 000 Euro.



Lange Zeit sei in der Stadt die Befürchtung gehegt worden, dass sich der Verein auf Kaiserslautern konzentriere und Zweibrücken benachteiligt werde. Doch die Anstrengungen, die Firma Tesla in die Westpfalz zu locken, habe gezeigt, dass der Verein durchaus Zweibrücken im Blick habe, sagte Wosnitza. Der Oberbürgermeister kann sich vorstellen, dass Zweibrücken einen Förderbeitrag von 20 000 Euro zahlen kann. Allerdings sei das eine freiwillige Leistung. „Da schaut die ADD genau hin, was wir machen.“ Die Verwaltung werde prüfen, welche Möglichkeit es gebe.

Auch wenn Tesla nicht nach Zweibrücken gekommen sei, erhofft sich Gensch, dass man nach der Bewerbung „vielleicht einen anderen großen Fisch an Land ziehen kann“. Immerhin war Zweibrücken bei Tesla in der engsten Auswahl auf Platz drei (wir berichteten). „Das war eine große Leistung der Kommunalpolitik“, lobte Gensch die Arbeit der Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) und Wosnitza, des Bürgermeisters Christian Gauf (CDU) und der Wirtschaftsförderin Anne Kraft der letzten beiden Jahre. Wosnitza fügte noch Peter Adrian von der Firma Triwo hinzu.

„Wenn sich Führungsposition ändern, ändern sich auch organisatorische Strukturen“, sagte Oberbürgermeister Wosnitza. Nach dem Ausscheiden des Beigeordneten Henno Pirmann (SPD) in den Ruhestand Ende des Jahres und der Übernahme der Position durch Christina Rauch (CDU) standen Veränderung bei der Dezernatsverteilung an (wir berichteten). Kompetenzen und Arbeitsbelastung seien Kriterien bei der Verteilung. Dabei habe der Stadtvorstand einen Vorschlag erarbeitet.

Wobei Wosnitza die Abgabe des Kulturamtes bedauerte. „Und der Bürgermeister hat nicht gerne das Sport- und Schulamt abgegeben.“ Wosnitza ist zuständig für das Haupt-, Personal-, Rechnungsprüfungs-, Bau- und Rechtsamt mit ZEF. Dazu für die Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz. Bürgermeister Gauf für die Kämmerei, das Standes-, Jugend- und Amt für soziale Leistungen. Die Beigeordnete Rauch für das Ordnungs-, Schulverwaltungs- und Sport- sowie Kultur- und Verkehrsamt. Der Stadtrat muss am 4. Dezember noch zustimmen.

Der Hauptausschuss stimmte in der Sitzung dem Wirtschaftsplan 2020 der GeWoBau zu. Ebenso dem Wirtschaftsplan der Stadtwerke Zweibrücken GmbH. Darüber hinaus der Ermächtigung, Gastspielveträge für die Theater- und Konzertspielzeit 2020/21 abzuschließen. Der Auftrag in Höhe von rund 69 000 Euro für die Elektroinstallation bei der Umnutzung der ehemaligen Feuerwehrfahrzeughalle an der Bleicherstraße wurde an die Firma Ringland aus Zweibrücken vergeben.