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Eröffnung
Hoher Besuch in der Jugendkunstschule

 Das Kultur-Trio (von links): Jürgen Ecker, Konrad Wolf und Wolfgang Schael in den Räumen der Jukuschu.
Das Kultur-Trio (von links): Jürgen Ecker, Konrad Wolf und Wolfgang Schael in den Räumen der Jukuschu. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Kultusminister Konrad Wolf hat die neuen Räume in der ehemaligen Hauptschule Nord eingeweiht. Von Peter Fromann

Drei Stockwerke hoch in die Jugendkunstschule, kurz Jukuschu. Für die Jugend ein Kinderspiel, für Ältere eine kleine Tortur. So kam denn auch in den Reden des kaufmännischen Leiters Jochen Schael, des Zweibrücker Oberbürgermeisters Kurt Pirmann und des Bildungsministers Konrad Wolf der ersehnte Fahrstuhl zur Sprache. Der OB sah in der ehemaligen Hauptschule Nord ein Kulturzentrum heranwachsen mit der Stadtkapelle, der Jugendbücherei und der Jukuschu. Und rückte damit den Fahrstuhl noch mehr auf die Notwendigkeits-Liste.

Obwohl, in ihm reift auch ein neuer Plan. Er erinnerte sich an das zuletzt für über 50 Millionen versteigerte Da Vinci-Porträt und fragte den künstlerischen Leiter Jürgen Ecker, ob denn wohl unter seinen Schülern ein Da Vinci heranwachse, dann wären alle glücklich und der Schuldenberg weg. Ecker, voller Vertrauen auf seine Schützlinge: „Unter meinen Schülern sind viele mit großem Talent.“

Der Minister machte dann glatte Kante und sah den Fahrstuhl bereits vor seinem geistigen Auge auf und ab fahren. Fehlt eben nur noch die Verwirklichung. Die Jukuschu sah er als eine wichtige Einrichtung, in der sozusagen Kreativität das Spielzeug sei. „Hier wird die Basis für ein Leben gelegt, das viele wertvolle Impulse aus der Kunst und Kultur bezieht. Und vor allem auch sind die Integrationsbemühungen gar nicht hoch genug einzuschätzen.“ Von den ausgestellten Bildern der Jugendlichen und den Räumlichkeiten und der Struktur der Jukuschu zeigte er sich beeindruckt.



Der Dank des kaufmännischen Leiters richtete sich an alle, die die Jukuschu unterstützt haben und es auch hoffentlich weiter tun werden. Tilo Huble, Leiter des Kulturamtes der Stadt, nickte. Dann gab es zu trinken und bunteste Häppchen zu verzehren.

Seit 1913 betreibt der Kunstverein im Auftrag und In Zusammenarbeit mit der Stadt Zweibrücken diese Jugendkunstschule, zuerst in der Poststraße, dann in in den schönen Räumen hier in der ehemaligen Schule. Sie sei in dieser Zeit zu einem zentralen Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche geworden. „Die Gesamtheit in den einzelnen verschiedenen Kursen und Workshops hat mehr Werkstatt- als Schulcharakter“, betont Schael.

„Dem Experimentieren und Ausprobieren wird viel Platz eingeräumt. Weil für junge Menschen die Freude am Erkennen der eigenen Kreativität und die Wege zu Selbstausdruck und selbstbestimmter Gestaltung sehr wichtig sind“, meint Jürgen Ecker. Hier fühle man sich pudelwohl und hier wolle man auch bleiben. Die Veranstaltung umrahmte mit Wohlklang ein Ensemble der Städtischen Musikschule.