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Schärfere Regeln für Raucher
Hitzige Debatte um das Rauchen im Freibad

Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ FOTO: dpa / Jens Kalaene
Zweibrücken. Kritik und Lob gab es auf der Merkur-Facebookseite für verschärfte Regeln für Raucher in Bädern.

Viele Kommentatoren haben auf der Merkur-Facebookseite zum Beitrag „Einigen stinkt das Rauchen im Freibad“ reagiert. Der Merkur hatte im Zuge des Endes der Freibadsaison über das neue totale Shisha-Rauchverbot und die verschärften Regeln für Zigaretten berichtet. Das Rauchen war bisher nur in den Umkleidekabinen – jetzt aber auch unmittelbar am Beckenrand verboten. In diesem Artikel kam auch der Vorsitzende des „Pro Rauchfrei e.V.“ zu Wort. Dieser forderte, das Rauchverbot zum Wohle der Nichtraucher weiter auszuweiten.

Seine Forderung hatte kritische Reaktionen – aber auch Zustimmung zur Folge. „Dass man immer übertreiben muss“, schrieb zum Beispiel Anetta Boo. Andere Kommentatoren versuchten, die Diskussion in Lächerliche zu ziehen. So schrieb Ute Helm, dass sie nicht verstehen könne, warum denn Rauchen verboten werden solle, schließlich „stinken fettige Haare und Käsefüße auch“. Auch wenn diese Aussage mit dem Gesundheitsrisiko des Rauchens nichts zu tun hatte, bekam sie auffallend viel Zuspruch. Isa Weigel beklagte falsche Prioritäten. Sie nannte es „pervers“; dass ohne Konsequenzen Glyphosat auf Felder gespritzt und Kerosin über der Region abgelassen werde, man aber Rauchen verbieten wolle.

Doris Will beklagte die zunehmende Verbote und die einhergehende, wachsende Unfreiheit, betonte aber trotzdem dass die Verschmutzung der Liegewiese durch Kippen „eine Sauerei ist“.



Allerdings gab es auch viel Zuspruch für die neuen Verbote. Besonders Eltern von jungen Kindern lobten die Bestrebungen der Bäder. Michael und Lisa Ringel erinnerten daran, dass kleine Kinder umherliegende, „eklige Zigarettenstummel“ anfassen würden. Ein generelles Verbot fänden sie überzogen, forderten aber Einschränkungen oder zumindest ein Verbot im Baby- und Spielbereich. Christiane Rieger stimmte ihnen zu. „Viele entsorgen Kippen ohne Rücksicht auf dem Boden und Kinder laufen darüber und verbrennen sich, weil die Kippen oft nicht ganz aus sind.“

Nathalie Kain teilte die Forderungen nach strengeren Regeln. „Es ist doch mehr als richtig, dass Rauchen immer mehr verboten wird. Es ist halt immer noch gesundheitsschädlich, nicht nur für die aktiven sondern auch für die passiven Raucher.“