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Historischer Verein
Vortrag beleuchtet Geschichte der Juden in der Pfalz

Zweibrücken. (red) Seit gut vier Jahrzehnten befasst sich der pensionierte Studiendirektor Bernhard H. Gerlach aus Kaiserslautern mit dem Zusammenleben von Juden und Christen in der Geschichte der Pfalz, wobei es um Distanz und Nähe geht.

Mit dem Thema „Das Erbe der jüdischen Kultur im Südwesten“ ist er Gastreferent des nächsten Vortragsabends des Historischen Vereins Zweibrücken am Mittwoch, 17. Oktober.

Seit dem Mittelalter gab es in der Pfalz immer eine jüdische Bevölkerung, die als Minderheit oft nur am Rand der Gesellschaft geduldet wurde. Erst nach der rechtlichen Emanzipation im 19. Jahrhundert konnte sie sich entfalten. Nach dem Zivilisationsbruch der Shoa, den unfassbaren Verbrechen der Nazis, leben heute nur wenige Juden in der Pfalz. Ihre Existenz hat in dem Bau der neuen Synagoge Bet Schalom 2011 in Speyer einen lebendigen und mahnenden Ausdruck gefunden.

Neben den politischen und wirtschaftlichen Aspekten der jüdischen Geschichte wird sich Bernhard H. Gerlach in seinem Vortrag mit Integration und Assimilation, Vorurteilen und Antisemitismus, kulturellen und religiösen Entwicklungen unter den Juden in der Pfalz beschäftigen.



Zu dem am 17. Oktober um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend sind, wie stets beim Historischen Verein, Nichtmitglieder freundlich willkommen.