| 20:25 Uhr

Margarethe Palz
Visionäres Tanztheater in der Kapelle

Die einzigartigen Kostüme von Margarete Palz sind wichtiger Bestandteil der Inszenierung „Jahreszeiten“ in der Himmelsbergkapelle.
Die einzigartigen Kostüme von Margarete Palz sind wichtiger Bestandteil der Inszenierung „Jahreszeiten“ in der Himmelsbergkapelle. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken. Die Zweibrücker Künstlerin Margarete Palz zeigt in der Himmelsbergkapelle eine Wort-Tanz-Klang-Collage mit Tanzskulpturen in ihren einzigartigen Gewändern, die aus farbigem Fotopapier kreiert sind. Von Cordula von Waldow

Kulturliebhaber und Freunde des Fördervereins „Kultur in der Himmelsbergkapelle“ erwartet an diesem Samstag, 20. Oktober, um 20 Uhr ein außergewöhnlicher Kunstgenuss. Unter dem Motto „Jahreszeiten“ inszeniert die international angesehene Zweibrücker Künstlerin Margarete Palz eine Wort-Tanz-Klang-Collage mit Tanzskulpturen in ihren einzigartigen Gewändern, die aus farbigem Fotopapier kreiert sind. In unterschiedlichen Szenen interpretieren der Zweibrücker Germanist, Gerhard Kaiser, als Rezitator und das Palzsche Tanz-Skulpturenensemble von dem Pädagogen ausgewählte, expressive und somit emotional ausdrucksstarke Texte und Gedichte.

Neben bekannten Dichtern wie Friedrich Hölderlin, René Schickele oder Ingeborg Bachmann lässt Gerhard Kaiser auch unbekanntere Autoren wie Georg Trakl oder Walter Hasenkleber zu Wort kommen. Die Künstlerin verspricht einen inspirierenden Abend mit erstaunenden Formulierungen, Kontrasten zwischen lyrischen und aufweckenden Passagen und gewollten Dissonanzen. Diese werden mit Klängen und Geräuschen untermalt, interpretiert und inszeniert von dem Saarbrücker Musiker Bernd Wegener.

„Ich bin ganz glücklich, dass ich ihn dazu gewinnen konnte“, strahlt Margarete Palz. Bernd Wegener beziehe in seine Musik und Klangmalereien die Natur mit ein. So baue er beispielsweise „Instrumente“ aus Holz, Herbstfrüchten wie Kastanien und Haushaltsgegenständen. „Das hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Vivaldi zu tun“, erklärt die Zweibrückerin den Titel „Jahreszeiten“. Jetzt, im Oktober, beginne die Vorstellung auch mit dem Herbst, gefolgt von Winter, Vorfrühling und Sommer. „Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Klänge in der Natur und auch ihre ganz eigenen Farben“, verspricht sie die entsprechenden Farbenspiele in den Kostümen der Tänzer. Um den Spannungsbogen zu erhalten, wird auf eine Pause verzichtet.



Die ehemalige Krankenhauskapelle bietet mit ihrem einmaligen Ambiente einen ganz besonderen Rahmen für die bewegende Inszenierung. „Wir beziehen den Raum auch optisch mit ein“, verspricht Margarete Palz ein zusätzliches Erlebnis. Stammbesucher der Himmelsbergkapelle können gespannt sein, diese lieb gewordene Stätte einmal ganz verändert zu erleben. Die Wort-Tanz-Klangkollage mit acht Mitwirkenden beginnt an diesem Samstag um 20 Uhr.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende zu Gunsten des Fördervereins Kultur in der Himmelsbergkapelle wird gebeten.