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Heute Warnstreiks in Zweibrücken

Zweibrücken. Zentrum des Arbeitskampfes in der Metallindustrie sollen in dieser Woche die Zweibrücker Betriebe sein. Die IG Metall Homburg-Saarpfalz vermutet, dass hier die Arbeitgeber am empfindlichsten getroffen werden können, weil sie volle Auftragsbücher vorweisen könnten. Los geht es heute um neun Uhr mit einem Warnstreik und einer Kundgebung bei Pallmann Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Zweibrücken. Zentrum des Arbeitskampfes in der Metallindustrie sollen in dieser Woche die Zweibrücker Betriebe sein. Die IG Metall Homburg-Saarpfalz vermutet, dass hier die Arbeitgeber am empfindlichsten getroffen werden können, weil sie volle Auftragsbücher vorweisen könnten. Los geht es heute um neun Uhr mit einem Warnstreik und einer Kundgebung bei Pallmann. Um zwölf Uhr sollen auch die Mitarbeiter bei John Deere und Terex Demag dem Aufruf der IG Metall folgen. Weitere Warnstreiks sind für morgen und Mittwoch geplant, bevor am Donnerstag um elf Uhr eine zentrale Kundgebung mit dem regionalen Verhandlungsführer Armin Schild in der Dinglerstraße stattfindet. An diesem Vormittag stehen in den meisten Metallbetrieben der Region die Räder still. "Wir haben bereits 50 Busse organisiert, um die Homburger Kollegen nach Zweibrücken zu bringen", berichtet der erste Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz, Werner Cappel (Foto: PM), von den Vorbereitungen. An den Werken von Pallmann, John Deere und Terex Demag sollen um 10.15 Uhr Demonstrationszüge starten. Cappel erwartet, dass sich mindestens 3000 Menschen an der Aktion beteiligen werden. Auch am Freitag sind Streikmaßnahmen in Zweibrücken geplant. "Wir stehen vor einer schwierigen Tarifauseinandersetzung", sagt Werner Cappel. Acht Prozent sei in dieser Zeit genau die richtige Forderung. Vier Jahre lang hätten die Unternehmen im Aufschwung fette Gewinne gemacht. Terex ginge es so gut wie nie und bei Pallmann könne man sich derzeit vor Aufträgen kaum retten. Die Beschäftigten wollten jetzt ihren gerechten Anteil daran. Sie haben dafür hart gearbeitet", argumentiert Cappel.Dieser Auffassung ist auch Willi Stauch, Betriebsratschef bei John Deere: " Die Leute brauchen das Geld. Wären die Verhandlungen im Frühjahr gewesen, hätte die Forderung zwischen zwölf und 14 Prozent gelegen." Eduard Glass, Vorsitzender des Betriebsrates bei Terex Demag, erinnert an die "moderaten Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre". Die Schere zwischen Arm und Reich klaffe immer weiter auseinander. "Für die Arbeitgeber ist es nie der richtige Zeitpunkt für Lohnerhöhungen", kritisiert Glass.