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Heute rollt erste Warnstreik-Welle an

Pm-ek-igmetall

Zweibrücken/Homburg. Im Rahmen der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft heute in einer "ersten Welle" auch Zweibrücker Unternehmen zum Warnstreik aufgefordert. Gewerkschaftssekretär Ralf Cavelius sagte dem Merkur, dass die Frühschicht bei Terex-Demag ab 12.30 Uhr früher aufhöre und bei John Deere die Mitarbeiter um 12.30 Uhr, 13.30 Uhr und 14.30 Uhr jeweils eine Stunde vor Schichtende den Dienst beenden sollten. Im Großraum Zweibrücken-Homburg sind acht Betriebe von Warnstreiks betroffen, darunter Bosch, Thyssen-Krupp und Schaeffler in Homburg und Alstom Power in Bexbach. Eine Kundgebung der Warnstreikenden beginnt um 11.30 Uhr vor der Pforte von Bosch in Homburg in der Bexbacher Straße.In einer "zweiten Welle", so der erste Bevollmächtigte der IG Metall Homburg-Saarpfalz, Werner Cappel, würden am Mittwoch, 9. Mai, 13 Betriebe von Warnstreiks betroffen sein. Neben den bereits in der "ersten Welle" Beteiligten kämen etwa die Casar Drahtseilwerke in Limbach hinzu. Auch die Zweibrücker Betriebe TLT-Turbo, Pallmann und Kubota sollen dann mitmachen. Pallmann, so Cavelius, sei vor dem Hintergrund der schwierigen aktuellen Situation zunächst ausgenommen. Am 9. Mai rückt die Rosenstadt in Sachen Tarifverhandlungen darüber hinaus in den Fokus: Dann werden in der Fasanerie die Verhandlungen für die rund 420 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen fortgesetzt.

Wie Joachim Malter, Geschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes auf Anfrage erläutert, findet ab zwölf Uhr eine Vorbesprechung auf beiden Seiten statt. Der Verhandlungsbeginn ist für 13 Uhr geplant. Mit einer Einigung rechnet er nicht. Die IG Metall verlangt in einem Paket 6,5 Prozent mehr Geld sowie die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern. Die Arbeitgeber bieten bislang 3 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 14 Monaten und sprechen vom "oberen Rand des wirtschaftlich begründbaren Rahmens". ek/jkn/dpa