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Herbst- und Gartenmarkt
Erst stürmen Besucher, dann Fabienne

Uschi und Heinz Grunwalter kaufen Tomatensamen bei Biogärtner Haas.
Uschi und Heinz Grunwalter kaufen Tomatensamen bei Biogärtner Haas. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Dank des schönen Wetters war zumindest der erste Tag des Zweibrücker Herbst- und Gartenmarktes ein Erfolg. Von Peter Fromann

Am Samstag, bei wunderbarem Herbstwetter, herrschte eitel Sonnenschein ringsum beim Zweibrücker Herbst- und Gartenmarkt im Rosengarten; die Besucher stürmten herbei, sehlustig und kauffreudig, achteten nicht auf Diäten, sprachen Essen und Trinken freudig zu, denn es war eben ein Ausnahmetag, den es nur einmal im Herbst im Rosengarten gibt. Dorothea Beisiegel hatte vor allem Gewürzpflanzen eingekauft. „Ich kaufe gern auf dem Gartenmarkt, denn die Auswahl ist hier am größten. Die ganze Atmosphäre gefällt mir gut.“ Uschi Grunwalter erzählt: „Ich bin in Blieskastel zur Kur. Ich mache mit meinem Mann Heinz einen Bummel durch den Rosengarten, dort habe ich Tomatensamen gekauft. Es ist ein wirklich schöner Park hier. Morgen fahren wir gemeinsam wieder nach Hause, ins Ruhrgebiet.“

Der bunte, ja bunteste Eindruck wurde dadurch verstärkt, dass der Rosengarten an sich in seinem frischen Herbstkleid an Vielfalt nur schwer zu überbieten ist. So gingen die Etalagen der Aussteller nahtlos ins Grün und Bunt des Rosengartens über, in dem zum Beispiel die Dahlienbeete mit ihren 80 Sorten gar nicht zu überbieten sind.

Doch die rund 60 Aussteller haben auch noch einiges mehr im Gepäck: Gartendeko und Kunsthandwerk, Schmuck, schicke Hüte im Stil der 20er und 30er Jahre aus Seide, Wolle oder Filz, Saatgut und allerlei Gartenhilfsmittel mit Anregungen zu gutem Gelingen. Die Rosengärtner laden zu lehrreichen und damit empfehlenswerten fachkundigen Führungen ein. Ralf Meisel aus Homburg zeigt Holzkunst und drechselt den neugierigen Kunden auch gern etwas live vor. Die Kinder ringsum staunen nur so.



Schwäbische Brotspezialitäten schmecken jedes Jahr wieder gut, ein „Dünnele“ mundet auch beim Schlendern. Ein Korbflechter flicht Körbe. Bei der Streuobstwiesle gibt’s vegane und vegetarische Brotaufstriche in vielen Geschmacksausrichtungen, da könnte man glatt umschwenken. Die Bliesgauer Öl- und Senfmühle wirbt für hochwertige Speiseöle aus Senf, Linsen und Amaranth.

Was das Herz begehrt, des findet sich in mancher Einkaufstasche wieder. Rosen gehen immer, vor allem bei denen, die keinen Rosengarten vor der Nase haben, in dem sich tausende Sorten in ihrer Schönheit sonnen. Rosen sprechen alle Sprachen, es muss ja nicht gleich Rosen regnen, und wenn, dann bitte ohne Vasen.

Am Sonntag war’s dann vorbei mit eitel Sonnenschein. Es begann durchwachsen und wurde schlimmer. Schließlich wurde die Veranstaltung wegen des Regens und Orkantief Fabienne, das auch die Zweibrücker Feuerwehr am Nachmittag beschäftigte, früher beendet.