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Helmut Reichling hält sich bedeckt

Zweibrücken. In Zweibrücken wird die Ansiedlung von drei Fachmärkten gegenüber den Style Outlets auf der Truppacherhöhe kontrovers diskutiert. Die Ratsfraktionen sind gespalten von klarer Ablehnung bis zur Zustimmung (wir berichteten). Oberbürgermeister Helmut Reichling äußert sich derzeit nicht zu dem Thema Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. In Zweibrücken wird die Ansiedlung von drei Fachmärkten gegenüber den Style Outlets auf der Truppacherhöhe kontrovers diskutiert. Die Ratsfraktionen sind gespalten von klarer Ablehnung bis zur Zustimmung (wir berichteten). Oberbürgermeister Helmut Reichling äußert sich derzeit nicht zu dem Thema. Nach Auskunft des Pressesprechers Heinz Braun macht der Oberbürgermeister keine Aussage, da noch viele Gespräche stattfinden würden.Derweil haben sich Verbandsbürgermeister Kurt Pirmann und Landrat Hans Jörg Duppré hinter das Ansinnen der Investoren gestellt. Zudem wollen die beiden die Bürger befragen. Auf der anderen Seite kündigte der Pirmasenser Oberbürgermeister Bernhard Matheis Widerstand gegen die Pläne an. Doch der Projektentwickler Manfred Beierschoder bleibt weiter gelassen. "Mit dem Störfeuer haben wir gerechnet. Das passiert uns bei allen Vorhaben. Ob das große oder kleine Märkte sind."

Beierschoder begrüßt dennoch die öffentliche Diskussion. "Ein solches Vorhaben darf man nicht übers Knie brechen. Das braucht die Zustimmung der Bevölkerung." Deshalb sei auch die Befragungsaktion der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land sinnvoll. Schließlich wolle man nicht wie bei Stuttgart 21 vorm Baubeginn Demonstrationen erleben.

In der gestrigen Versammlung des Zweckverbands Entwicklungsgebiet Flugplatz (ZEF) wurde das Thema in nicht öffentlicher Sitzung behandelt. Dabei sollte nach Aussage des Verbandsvorstehers, Oberbürgermeister Helmut Reichling, die Situation dargestellt werden.



Im Zweckverband sind die Kommunen, auf deren Gemarkung der Flugplatz liegt, zusammengeschlossen: die Stadt Zweibrücken, die Gemeinden Contwig, Althornbach und Mauschbach. Der Zweckverband muss das Zielabweichungsverfahren einleiten, damit sich die drei großen Einkaufsmärkte - zusammen 14 000 Quadratmeter Verkaufsfläche - in diesem Gewerbegebiet ansiedeln können.