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Einzelhandel in Zweibrücken
Heiße Diskussion um Zukunft der City

Die verkaufsoffenen Sonntage locken immer noch viele Passanten in die Stadt. Auffällig aber ist oft: Fast niemand trägt Einkaufstüten oder -taschen.
Die verkaufsoffenen Sonntage locken immer noch viele Passanten in die Stadt. Auffällig aber ist oft: Fast niemand trägt Einkaufstüten oder -taschen. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. Merkur-Leser haben viele Anregungen und Kritikpunkte zum Zustand der Innenstadt und wie er verbessert werden kann. Von Jan Althoff

Die Zweibrücker SPD hat im Vorgriff auf die nächste Ratssitzung das Thema Einzelhandelskonzept wieder auf die Tagesordnung gesetzt (wir berichteten). Anlass für den Merkur, in der Merkur-Facebook-Gruppe zu fragen: „Wie kann man die Innenstadt retten?“. Auf diese Frage gab es viele Antworten und Kommentare.

Peer Burg zum Beispiel schreibt: „Tipp von mir : Jeden ersten Samstag im Monat kostenloses Parken anbieten! Jeden ersten Samstag im Monat ein Themenmarkt in der Innenstadt, zum Beispiel Blumen/Gartenmarkt im Frühjahr, Alles rund ums Beet, Fachmarkt für Optik/Fotografie/Ferngläser, bei Regenwetter Kaufhalle/Hallplatz anbieten, zeitgleich eine Sammelaktion für alte Brillen starten, diese können in Dritte Welt gespendet werden. Die Ideen gehen da nie aus Und bitte lasst den Gartenmarkt im Rosengarten ,wieder von Herrn Huble [Leiter Kulturamt, Anm. d. Red] organisieren.“ Auch eine Neuauflage des Straßenmusik-Festes hielte Peer Burg für eine hilfreiche Maßnahme.

Ralf Hauner hat die Fixkosten für die Händler im Blick. Sein Beitrag: „Vielleicht mal am Anfang mit der Miete runter, dass auch mal wieder andere Geschäfte wieder nach Zweibrücken kommen anstatt nur Optiker und Apotheken.“



Dirk Schmidt sieht bei den Verbrauchern zumindest einen Teil der Schuld für die zunehmende Zahl der Leerstände. „Nicht die Städte und die Politik sind schuld, sondern die, die meinen, online einkaufen zu müssen und dabei nicht merken, dass damit auch der Lkw Verkehr auf den Straßen immer mehr zunimmt und die Umwelt belastet wird . Einkaufstempel (wie der geplante in Homburg) werden auch nicht dazu beitragen, dass Städte atraktiver werden. Im Gegenteil, auch hier stirbt der Rest der Stadt aus, weil sich dann alles auf einen Punkt konzentriert.“ – Anne Marie kritisiert das derzeitige Angebot in der Stadt. Dort gebe es für sie „kaum interessante Läden außer vielleicht das C&A“. In Neunkirchen oder Kaiserslautern sehe das ganz anders aus. „Eine Auswahl an Läden für jüngere Leute wäre mal nicht schlecht, zum Beispiel H&M, Primark, Dunkin’ Donuts, Deichmann, und so weiter. Mit Optiker, Bäckereien und Hörgeräte-Läden kann ich herzlich wenig anfangen.“ In eine ähnliche Richtung geht der Beitrag von Martina Lang: „Man sollte auch mal andere Läden in die Stadt lassen, auch Elektrofachmärkte, Bekleidungshäuser. Da man weiß, dass man außer Brillen und Medikamenten kaum was in der Stadt findet, sucht man halt gleich online. Es gibt zwar ein paar Bekleidungsläden, leider führen die alle mehr oder weniger das gleiche Sortiment. Jung und pfiffig ist komplett Fehlanzeige.“ Darauf desillusioniert Gabriele Schneider: „Wer traut sich in Zweibrücken mit pfiffiger Bekleidung in die Innenstadt? Hohe Mieten, großes Risiko, das Outlet verhindert dies.“

Ganz konkret schließlich der Einwand von Wiltrud Martin: „Die Parkgebühren im Parkhaus am Hallplatz sind zu hoch.“