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Zweibrücker Kultursaison
Heinz Ehrhardt, Sky du Mont und die Feuerzangenbowle

Hans-Joachim Heist (auch als Gernot Hassknecht bekannt) gastiert mit seinem Heinz-Erhardt-Abend (Bild) in der Rosenstadt.
Hans-Joachim Heist (auch als Gernot Hassknecht bekannt) gastiert mit seinem Heinz-Erhardt-Abend (Bild) in der Rosenstadt. FOTO: hajoheist.de
Zweibrücken. Der Zweibrücker Kulturausschuss beschließt das städtische Theater- und Konzertprogramm für die Saison 2018/19.

Das Musical „Saturday Night Fever“, eine Andrew-Lloyd-Webber-Gala, eine Operetten-Gala, das NRW-Juniorballett, die Feuerzangenbowle aufgeführt vom Altonaer Theater, ein Heinz-Ehrhardt-Abend (mit dem als „Gernot Hassknecht“ bekannten Hans-Joachim Heist), eine Lesung mit Star-Schauspieler Sky du Mont und das Weihnachtskabarett der Kaktusblüte sind Höhepunkte des städtischen Theater- und Konzertprogramms in der Spielzeit 2018/19. Der Zweibrücker Kulturausschuss hat dem Vorschlag des Kulturamtes zugestimmt. „Im Frühjahr werden die Termine noch konkretisiert“, sagte Amtsleiter Thilo Huble.

Trotz der einmütigen Zustimmung gab es Anmerkungen aus dem Gremium. So vermisste Wolfgang Ohler (SPD) bei der Reihe „Kleinkunst im Wintergarten“ regionale Akteure wie zuletzt Marcel Adam. „Die sind alle paar Jahre dran und wir dürfen nicht immer die gleichen Künstler anbieten“, meinte Huble. Ohler wollte noch wissen, wie die Künstler ausgewählt werden. Dabei wies der Kulturamtsleiter auf die Kulturbörsen in Freiburg und die Inthega hin. In Freiburg könne man auch Künstler erleben.

Ingrid Kaiser (FDP) begrüßte es, dass Michel aus Lönneberga von Astrid Lindgren für das Kindertheater ausgesucht wurde. „Die Schulen sollten darüber informiert werden.“ Auch um die Schüler eventuell im Unterricht auf das Stück vorzubereiten. Für das Theater müsse man nicht mehr Werbung machen, meinte Huble: „Das Kinder- und Jugendtheater ist stets gut besucht.“ Beim Ballett hätte lieber das klassische Stück „Giselle“ gehabt, das alternativ angeboten war. „Das ist auch eine Kostenfrage“, gab Huble zu bedenken. Das NRW-Juniorballett sei eine Landeseinrichtung und auch „spritziger“.



„Die Reihe ,Klassik nah dran’ war erfolgreich“, betonte Huble. Sie werde fortgeführt. Allerdings prüfe man, ob es, auch im Sinne der jungen Künstler, im Ein- oder Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt werden kann. Zudem informierte Huble, dass bei der Euroclassic-Schlussbesprechung darüber geredet worden sei, dass das Festival einen Aspekt von „Klassik nah dran“ übernehmen könne: an „ungewöhnlichen Orten“ Konzerte anzubieten.

Die Besucherzahl bei den 40 Veranstaltungen in der Spielzeit 2016/17 bewege sich auf dem Niveau der letzten Jahre, erläuterte Huble die Statistik. In dieser Spielzeit zählte die Verwaltung 12 569 Besucher. Allein Helge Schneider lockte 1545 Gäste in die Westpfalzhalle. In der Festhalle sahen 650 Leute Max Mutzke, 640 das Glenn-Miller-Orchester und 639 Daddy Cool. Zum traditionellen Neujahrskonzert kamen 598 Besucher. Mit 244 Abonnenten liege man auch im Bereich der Vorjahre. Für die laufende Saison seien 241 Abos verkauft. Huble: „Da kommen erfahrungsgemäß um Weihnachten noch einige dazu.“

Im Stadtmuseum werden im Jahr 2018 vier Ausstellungen angeboten. Zur gemeinsamen Ausstellung Polnische Kunst des Zweibrücker Kunstvereins, der deutsch-polnischen Gesellschaft und des Vereins Begegnung auf der Grenze im September und Oktober könnte es auch ein Konzert des Euroclassic-Festivals geben, sagte Huble. „Das ist aber noch nicht in trockenen Tüchern.“

Für die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ sei ein Zuschussantrag beim Bezirksverband Pfalz gestellt, informierte Huble. „Da sind wir guter Dinge“, meinte Bürgermeister Christian Gauf (CDU). Zumal der Bezirksverband die Ausstellung in Pirmasens und Ludwigshafen unterstütze. Huble erläuterte, dass bei der Ausstellung Schüler eingebunden werden. Der Kulturausschuss stimmte zu, das Konzertprojekt „Walpurgisnacht“ des Kammerchors Zweibrücken mit 500 Euro zu unterstützen.

Auch der Schauspieler Sky du Mont kommt nach Zweibrücken.
Auch der Schauspieler Sky du Mont kommt nach Zweibrücken. FOTO: Jens Kalaene / dpa