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VT Zweibrücken
Handballer pflegen das Band nach Schweden

Wieder vereint: Die VTZ und ihre Freunde von Väntorp-Solna IK.
Wieder vereint: Die VTZ und ihre Freunde von Väntorp-Solna IK. FOTO: Nadine Bröcker
Zweibrücken. Seit 40 Jahren besuchen sich Sportler aus Zweibrücken und Solna gegenseitig. Seit gestern ist wieder eine Gruppe „Alter Flaschen“ zu Besuch bei der VTZ.

Bei den Mannschaftsnamen gab es inzwischen Änderungen. Doch die Freundschaft zwischen den Handballern der VT Zweibrücken und Väntorp-Solna ist auch nach vier Jahrzehnten ungebrochen. „Das ist erfreulich, dass wir uns jährlich treffen“, sagte Hartmut Eichhorn, der seit über 20 Jahren die Treffen mitorganisiert. „Wenn sich eine Freundschaft über 1700 Kilometer und so lange hält, muss es damit eine besondere Bewandtnis haben“, zitierte der stellvertretende Vorsitzende der VTZ-Saarpfalz, Horst Grub, den langjährigen Vorsitzenden der VT Zweibrücken, Heinrich Gauf.

Dabei erwähnte Grub die Freundschaften, die sich in den 40 Jahren entwickelt haben. Neben den gegenseitigen Besuchen in Solna vor den Toren Stockholms und in Zweibrücken stehen die Handballer früher mit Briefen heute mit Mails miteinander in Kontakt. Außer der sportlichen Begegnung ist auch das Kennenlernen von Menschen anderer Nationen und deren Kultur und Tradition ein Anliegen der Verantwortlichen beider Vereine. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert.

Begonnen hat die Freundschaft 1978, als die VTZ-Handballer auf dem Weg zu Freunden in Turku einen Zwischenstopp einlegen und dabei auch Handball spielen wollten. Der damalige Trainer Harald Müller hatte noch über den TuS Neunkirchen Kontakt mit Väntorp-Solna. Und am 20. März spielte die VTZ erstmals in Schweden. Im Gegensatz zum TuS Neunkirchen sei der Wunsch der Schweden nach regelmäßigen Treffen bei den VTZ auf offene Ohren gestoßen, sagte Grub.



Seit gestern ist wieder eine Gruppe „Alter Flaschen“ wie Kennet Bäckström sich und seine älteren schwedischen Kollegen vor zehn Jahren selbst bezeichnete wieder in Zweibrücken. „Wir müssen uns zwar immer überlegen, was wir den Schweden noch zeigen können. Aber es ist uns noch immer gelungen“, äußerte sich Grub zum Programm. In diesem Jahr geht es unter anderem nach Speyer und Freinsheim. Die Mosel, der Rhein, Bitsch und selbstverständlich Zweibrücken hätten schon auf dem Programm gestanden. „Die Schweden waren dabei erstaunt über die historische Verbindung von Pfalz-Zweibrücken zum schwedischen Königshaus.“

Seit drei Jahrzehnten gibt es auch einen Jugendaustausch. Auch wenn der nicht so regelmäßig sei, wie der Koordinator Martin Grub sagte. „20 Begegnung hat es aber bestimmt schon gegeben.“ In diesem Jahr habe es aus organisatorischen Gründen nicht geklappt. „Aber die Begegnung soll fortgesetzt werden“, erklärte der VTZ-Vorsitzende. Dabei soll der sportliche Aspekt noch mehr in den Vordergrund gerückt werden, wie bei den gemeinsamen Trainingslagern in den Jahre 2016 und 2017. „Das Kennenlernen funktioniert auf der sportlicher Ebene am besten.“ Wobei Horst Grub auf die Qualität der schwedischen Handballschule hinwies. „Seit vielen Jahren bereichern gut ausgebildete schwedische Handballer die deutsche Bundesliga.“

Zu den Mannschaftsnamen: die Handballer der VTZ firmieren seit einigen Jahren unter dem Namen VTZ-Saarpfalz. Und Väntorp-Solna IK schloss sich 2003 AIK Solna-Stockholm an. Horst Grub: „Aber das tat der Freundschaft keinen Abbruch.“