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Wallhalber Grumbeere-Markt mit Krönungszeremonie
Wetter vermiest Besucherrekord

 Verbandsbürgermeister Thomas Peifer und Landrätin Susanne Ganster krönten beim Wallhalber Grumbeere-Markt die neue Marktgräfin Jasmin Klein und verabschiedeten ihre Vorgängerin Sophie Wilhelm. Mit dabei war auch die Zweibrücker Rosenkönigin Annika Allgeier. (Reihenfolge von links.)
Verbandsbürgermeister Thomas Peifer und Landrätin Susanne Ganster krönten beim Wallhalber Grumbeere-Markt die neue Marktgräfin Jasmin Klein und verabschiedeten ihre Vorgängerin Sophie Wilhelm. Mit dabei war auch die Zweibrücker Rosenkönigin Annika Allgeier. (Reihenfolge von links.) FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Jasmin Klein ist beim Wallhalber Grumbeere-Markt zur neuen Marktgräfin „Sickinger Land“ gekrönt worden. Von Norbert Schwarz

Die 20-jährige angehende Industriekauffrau Jasmin Klein aus Wallhalben trägt seit Samstag, 17.22 Uhr die Krone der 15. Marktgräfin „Sickinger Land“. Sie wurde Nachfolgerin der bisher aus Weselberg kommenden „Hoheit“ Sophie Wilhelm.

Groß war die Publikumsschar im vollbesetzten Festzelt auf dem Käthe-Dassler-Platz, die dem feierlichen Zeremoniell, das erstmals Ehrenaufgabe der Landrätin Susanne Ganster war, beiwohnte und eine schlagfertige, launige und adrette Botschafterin des Landkreises wie der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben erlebte.

Sophie Wilhelm habe das Ehrenamt auf eine ganz persönliche Art und Weise wunderbar wahrgenommen und gewissenhaft erfüllt. Sie sei von Anfang bis zum letzten Tag eine ganz ausgezeichnete Repräsentantin des Landkreises, der Verbandsgemeinde wie der Region Sickinger Land gewesen, stellte die Landrätin fest und dankte ihr dabei für die vielen gemeinsamen Auftritte.



Ganster sprach von einer besonderen, von einer prägenden Zeit für die jungen Menschen als Marktgräfin, denen diese Zeit, so das Resümee aller, besonders viel Spaß gemacht habe. Die Landrätin bezog sich dabei auf die Erfahrungen vieler Marktgräfinnen, mit denen sie in der Vergangenheit Kontakt hatte und ihr offen und bereitwillig über ihre Erfahrungen als Marktgräfin berichteten. Eine derart positive Erkenntnis wünschte die Landrätin auch der neuen Marktgräfin Jasmin Klein schon im Voraus.

Das Krönungszeremoniell war eingebettet in den Grumbeere-Markt in der Dorfmitte Wallhalbens. Ganster sprach von einer festen Tradition, die den Markt weit über die Grenzen der Region hinaus bekanntgemacht habe. Einer Tradition, die nicht allein für Wallhalben, sondern zugleich für den Landkreis gelte. Große Anziehungskraft habe dieses Fest, locke viele Menschen im Zwei-Jahres-Rhythmus an. Ob allerdings bei den diesjährigen Wetterbedingungen mit Rekordbesuchen wie in Vorjahren zu rechnen sei, die Landrätin ließ es am Samstag, wo noch einigermaßen Herbstwetter zumindest ohne Regen herrschte, offen. Doch das alles erschüttere nicht den Festcharakter, die Tradition um die Knolle, die mit dem jeweiligen Grumbeere-Markt weitergegeben werde. Denn gerade mit dem Markt in seiner Vielfalt spiegele sich prägend das Sickinger Land wieder. Noch immer habe die Haupterwerbslandwirtschaft im Sickinger Land einen bedeutenden Stellenwert. Damit lasse sich, darin war sich Ganster mit Verbandsbürgermeister Thomas Peifer einig, auch in Zukunft bestens werben.

Als Vorsitzende des Tourismusvereins „Mühlenland Sickingerhöhe-Schwarzbachtal“ dankte Sonja Bauer der bisherigen Marktgräfin und attestierte dieser bei der Ehrenamtswahrnehmung Engagement, ja sogar Herzblut und jede Menge Charme. Zum äußeren Zeichen des Dankes gab es vom Tourismusverein ein Apfelbäumchen.

Sophie Wilhelm dankte ihrerseits für die viele Unterstützung bei der Aufgabenerfüllung als Repräsentantin. Angefangen beim Tourismusverein über den Verbandsbürgermeister bis hin zum Landrat und weiteren Tourismusförderern. Sie sprach von einer sehr schönen Zeit und bekannte offen, froh darüber zu sein, den Entschluss Markgräfin zu werden, realisiert zu haben. An ihrer Nachfolgerin gerichtet sicherte Wilhelm zu, Klein wie immer es geht unterstützen zu wollen. Ganz nach dem Motto: „Einmal Marktgräfin – immer Marktgräfin“.

So lautstark wie das Publikum der bisherigen Marktgräfin für die Wahrnehmung ihrer Ehrenaufgabe dankte, wurde die neue Marktgräfin frenetisch als „Wallwer Mäde“ begrüßt. Über die Lieblingsplätze plauderte sie mit der erneut schwungvoll durchs Programm führenden ehemaligen Marktgräfin Denis Adrian, erntete viel Beifall für die Anmerkung, dass sie schließlich schon als Baby bei den Tagen des Grumbeeremarktes mit von der Partie gewesen ist und zeigte sich interessiert dafür, wie die Hallen und Festlichkeitsorte in der Region sonst aussehen, als Tischtennissportlerin habe sie ja etliche jetzt schon kennengelernt.

Die Vorfreude auf das Vertreten von Landschaft, Region und Menschen von der Sickingerhöhe sei jedenfalls groß. Schlagfertigkeit bewies sie und auf das Kennenlernen von vielen neuen Menschen freue sie sich schon jetzt, weil das Amt einer Marktgräfin dafür regelrecht prädestiniert sei. Bei einem von Adrian initiierten Kartoffelschälwettbewerb, diesmal allerdings nicht mit scharfem Messer sondern speziellem Schälhilfsmittel kam viel Stimmung auf, den zur Unterhaltung eingestreuten Wettbewerb gewann die Ortsbürgermeisterin von Wallhalben Christine Burkhard vor Ganster, Peifer und dem Landtagsabgeordneten Christof Reichert.

Tosender Beifall wenig später, als die Landrätin der neuen Marktgräfin Jasmin Klein die Marktgräfinkrone – eine silberne Krone mit den stilisierten Blüten einer Kartoffel – ins schulterlange Haar setzte. Peifer zählte zu den ersten weiteren Gratulanten, viele Ortsbürgermeister, nicht nur aus Ortschaften der frühere eigenständigen Verbandsgemeinde Wallhalben, folgten ihm.

Apropos Markt und Markttreiben: Derweil das Wetter am ersten Tag noch hielt und mit der Feuerschau von „Luminis Ignis“ endete, war der gestrige Sonntag total verregnet.

 Eine spektakuläre Feuerschau bot die Gruppe „Luminis Ignis“.
Eine spektakuläre Feuerschau bot die Gruppe „Luminis Ignis“. FOTO: Norbert Schwarz