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Serie Kitas in Zweibrücken
Groß und Klein lernen voneinander

„Gemeinsam“ lautet das Zauberwort. Die Kinder profitieren beim Spielen in der Kita Pusteblume voneinander.
„Gemeinsam“ lautet das Zauberwort. Die Kinder profitieren beim Spielen in der Kita Pusteblume voneinander. FOTO: cvw
Oberauerbach. In den Zweibrücker Kindertageseinrichtungen werden die Weichen für den Nachwuchs mitgestellt. Und das überall mit anderen Schwerpunkten und Besonderheiten. In einer Serie stellt der Merkur die rund 20 Einrichtungen in der Rosenstadt vor. Heute: die Kita Pusteblume in Oberauerbach. Von Cordula von Waldow

„Wir dürfen Kinder von ihrem zweiten bis zu ihrem zehnten Lebensjahr begleiten. Das ist eine sehr schöne Aufgabe und schafft eine enge Beziehung“, freut sich Angelika Horak. Nicht nur der Erzieherin in der evangelischen Kindertagesstätte Oberauerbach sind „ihre“ Kinder ans Herz gewachsen.

„Bei uns geht es zu, wie in einer ganz großen Familie. Da schauen sich die Kleinen vieles von den Größeren ab und die Großen kümmern sich automatisch um die Kleineren“, weiß Kita-Leiterin Sandra Faltermann. Obwohl der Kindergarten in Oberauerbach sich in den letzten Jahrzehnten räumlich nur wenig verändert hat und auf seine Erweiterung wartet, ist die Nachfrage nach Plätzen für die Kleinsten ebenso wenig zu erfüllen, wie nach Hortplätzen für die Schulkinder. Zehn Kinder der Grundschule Sechsmorgen werden nach Schulschluss und während der Ferien betreut.

„Beim Mittagessen läuft es ab wie daheim: Die Kinder berichten von ihren Erlebnissen am Morgen und wir arbeiten bereits vieles auf und sind auch in ständigem Kontakt mit den Lehrern und Eltern“, skizziert die Hortpädagogin. Jedes Kind erhalte bei Bedarf entwicklungsgemäß die Hilfestellung, die es benötigt.



Stehen zu Schulzeiten die Hausaufgaben im Mittelpunkt, die jedes Kind weitestgehend vollständig und korrigiert erledigt hat, bevor es nach Hause geht, ist für die Ferien ein buntes Aktivitäten- und Freizeitprogramm geplant. „Die Kinder haben daran mitgewirkt und sich Aktionen wünschen dürfen, vom gemeinsamen Kochen und Backen bis hin zu Ausflügen“, erzählt Angelika Horak.

Ein Schwerpunkt in der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit der Schule. In einem eigenen Kooperationsvertrag sind gegenseitige Besuche, gemeinsame Wanderungen oder Ausflüge ebenso vereinbart, wie gemeinsame Projekte, die in beiden Einrichtungen parallel angeboten werden. Die Maxi-Kinder dürfen bereits an AGs in der Schule teilnehmen, so dass sie viele Lehrer und Kinder dort bereits kennen und einen leichten Wechsel in den nächsten Lebensschritt vollziehen.

Ebenso eng ist auch die Zusammenarbeit mit dem Pfarrer-Ehepaar Brach, den Eltern und dem gesamten Dorf. Die Gemeinde stellt einen Raum im gegenüberliegenden Gemeindehaus als Turnraum zur Verfügung. Am Martinsumzug nimmt der gesamte Ort teil. Mit ihrer Waldpädagogik hat die Kindertagesstätte aus der räumlichen Enge das Beste gemacht. Mindestens einmal in der Woche ist Waldtag, meist öfter. Da Oberauerbach von Wäldern umgeben ist, lernen die vier- bis fünfjährigen „Waldkinder“ die Natur auf vielfältige Weise kennen, auch bei einem Besuch des Obst- und Gartenbauvereins. Der Musikverein flötet jede Woche mit den Kindern. Wenngleich das Mittagessen geliefert wird, können die Kleinen bei dem regelmäßig wechselnden, ausgewogenen Frühstücksbuffet viele leckere Dinge probieren und kennen lernen. Täglich gibt es Obst und Rohkost.