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Glücksfall Outlet-Center

Knapp 15 Jahre nach Eröffnung des Zweibrücker Fabrikverkaufzentrums ist die Bilanz rosig: Skeptiker, die bezweifelt hatten, ob es funktioniert, das bis heute größte Outlet-Center Deutschlands fernab von Ballungsräumen zu bauen, sind angesichts der Besuchermassen klar widerlegt.

Und auch der Innenstadt haben die Style Outlets nicht geschadet, wie der vergangene Sonntag auch dem letzten Zweifler bewiesen haben müsste: Trotz der Rekordzahl von 45 708 Outlet-Kunden (das sind 34 Prozent mehr als Zweibrücken Bürger hat!) war auch die Fußgängerzone hervorragend besucht. Keine Eintagsfliege - was daran ablesbar ist, dass es in unserer Hauptstraße nie länger andauernde Leerstände gibt. Dass Zweibrücken seine Innenstadt seit 2001 deutlich attraktiver gestaltet hat und weiterhin attraktiver gestaltet, ist gut, um auch weiterhin anziehend zu bleiben. Das nämlich ist aus zweierlei Gründen wichtig: Zum einen gilt es, das Potenzial der jährlich 3,8 Millionen Outlet-Kunden noch besser auszuschöpfen. Zum anderen darf bei aller Euphorie über die Outlets nicht verschwiegen werden, dass diese in Teilbereichen dem Innenstadt-Handel natürlich auch Probleme bereiten: Mode- und Sportgeschäfte haben es angesichts der Konkurrenz durch die Outlets schwer, Marktnischen zu finden. Auch hier gibt es aber einzelne Beispiele, die zeigen, dass dies funktioniert. Hinzu kommt eine noch größere Herausforderung, vor der nicht nur die Zweibrücker Innenstadt steht: der Online-Handel. Ein attraktives Einkaufs-Umfeld ist da Gold wert!