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SPD Parteitag
Glöckner und Fuhr sehen Weichen gut gestellt

  Angelika Glöckner
Angelika Glöckner FOTO: -lo- ISDN/Mail
Zweibrücken. Am Wochenende hat die SPD ihre neue Führung gewählt und einen Leitantrag für Gespräche mit ihren Koalitionspartnern CDU/CSU beschlossen. Die pfälzischen Delegierten Angelika Glöckner und Alexander Fuhr sehen nach dem Bundesparteitag die Weichen gut gestellt.

Glöckner verweist in einem Gespräch mit dem Merkur auf die vielen Erfolge, die in der Großen Koalition erreicht worden seien. Als Beispiele nennt sie die Grundrente und den Mindestlohn. „Es ist aber nicht möglich unsere Ziele 100 Prozent umzusetzen. Das muss jedem klar sein“, so die Abgeordnete, die unterstützt, dass jetzt nach zwei Jahren neue Maßstäbe gesetzt worden sind, die mit der Union verhandelt werden sollen. Die die Partei derzeit in Umfragen so schlecht dastehe, sei unter anderem ein Kommunikationsproblem, das zuerst intern zu lösen gewesen sei. Nur geeint könne die SPD ihre Erfolge auch den Bürgern vermitteln. Auch wenn das neue Führungsduo noch relativ unbekannt sei, zweifele sie nicht an deren Kompetenz, die Partei zu führen. Ganz im Gegenteil: Nach ersten Erfahrungen würden alle Gremien viel besser in Entscheidungen eingebunden, statt sie von oben herab zu verkünden. Walter-Bojans und Eskens könnten als Landesminister beziehungsweise als Abgeordnete auch die nötige Erfahrung vorweisen. Auch Fuhr sieht Brücken, die in den vergangenen Tagen gebaut worden seien. Die Vorsitzenden seien mit „guten Ergebnissen“ gewählt worden und verdienten die volle Unterstützung der Mitglieder. Die Ergebnisse der Gespräche mit der Union würden vom Parteivorstand bewertet, der dann auch entscheide, ob ein Verbleib der SPD in der Großen Koalition weiterhin Sinn macht. Auf jeden Fall sollten Erfolge künftig noch selbstbewusster vermittelt werden. Fuhr freut sich auch darüber, dass mit Doris Ahnen und Alexander Schweitzer auch zwei rheinland-pfälzische Vertreter im Parteivorstand mitarbeiten.

   Alexander Fuhr
 Alexander Fuhr FOTO: privat