| 22:54 Uhr

Fußgängerzone
Gesund in den Frühling starten

Der ASB stellte seinen „Wünschewagen“ für Sterbenskranke vor.
Der ASB stellte seinen „Wünschewagen“ für Sterbenskranke vor. FOTO: Norbert Rech
Zweibrücken. Große Resonanz beim dritten Aktionstag „Zweibrücken gesund“. Fünfeinhalb mal so viele Teilnehmer wie bei der Premiere. Von Norbert Rech

Nach dem tristen und dunklen Winterwetter ist nun der Frühling mit voller Kraft eingezogen. Zeit, sich so richtig fit für die warme Jahreszeit zu machen. Zum Abschluss der Aktionstage „Zweibrücken gesund“ gab es am Samstag zum Weltgesundheitstag in Zweibrücken reichlich Informationen. 34 Vereine und Unternehmen hatten in der ganzen Innenstadt verteilt verschiedenste Angebote präsentiert.

Neben Ernährungsberatung, Koordination und moderner Wundversorgung konnten die Besucher, die vor allem am Vormittag zahlreich die Fußgängerzone säumten, an Hörtests teilnehmen oder auch den Blutdruck und Blutzucker messen lassen. Gezeigt wurden auch medizinische Werkzeuge sowie Besteck für Maniküre oder Körperpflege. Zu Beginn der Fahrradsaison konnten die Gäste auch die neuesten Modelle der E-Bike-Generation bewundern.

Citymanagerin Petra Stricker zeigte sich mit der Resonanz überaus zufrieden, zumal sich bei der Premiere vor drei Jahren lediglich sechs Teilnehmer begeistern ließen. Positiv sei auch, dass so viele Menschen in die Innenstadt gekommen seien, um das tolle Wetter zum bummeln zu nutzen.



Auch die Anzahl der Lose könne sich sehen lassen. Es handelte sich dabei um Gewinnkarten, die jeder bei einem Einkauf ab dem 24. März in den teilnehmenden Geschäften erhalten konnte. Rosenkönigin Dina I. zog unter den vielen Teilnehmern über 90 Gewinne.

Die Veranstaltung zum Weltgesundheitstag hat sich nach Auffassung Strickers bewährt. Das sieht auch der Geschäftsführer des Zweibrücker Arbeiter- und Samariterbunds (ASB), Tassilo Wilhelm, so ähnlich. Mit seiner Mannschaft hat er gleich den gesamten Hallplatz belebt. Vorgestellt wurde hier unter anderem der „Wünschewagen“ des ASB-Landesverbandes. Damit sollen Menschen, die am Lebensende stehen, letzte Wünsche erfüllt werden. „Seit letztem Jahr hat es 31 Fahrten gegeben“, berichtete Olaf Deichelmann, der selbst ehrenamtlich acht davon machte. Neben Besuchen vom Disneyland Paris sowie der Ost- oder Nordsee seien oft ganz banale Dinge gewünscht worden, wie noch einmal im eigenen Bett schlafen oder sich von seinen Tieren verabschieden. Der Wünschewagen finanziere sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen, weshalb der ASB jetzt auch wieder eine Kampagne starte. Bei dem Verband gab es aber noch viel mehr zu erfahren, wie beispielsweise Informationen über den Hausnotruf oder den Katastrophenschutz.

Besonders interessant war die Durchführung eines Alltags-Fitness-Tests von Sport Gross auf dem Schlossplatz. Auf Grundlage der Ergebnisse wurde ermittelt, ob die aktuelle Fitness der Testpersonen ausreicht, um im Alter von 90 Jahren ein selbstständiges Leben führen zu können.

Doch nicht nur auf der Straße und den Plätzen gab es am Samstag Aktionen. Viele fanden auch in den Läden und Geschäften statt.