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Aktuell wollen zwölf Händler mitmachen
Zwölf Händler wollen derzeit „ZWappen“

 Kann man in Geschäften in Zweibrücken künftig Rabatte per Smartphone bekommen? Nur, wenn mindestens 34 Händler bei der „ZWapp“ mitmachen. Aktuell sind es zwölf. Noch bis 31. Oktober können sich Interessenten melden.
Kann man in Geschäften in Zweibrücken künftig Rabatte per Smartphone bekommen? Nur, wenn mindestens 34 Händler bei der „ZWapp“ mitmachen. Aktuell sind es zwölf. Noch bis 31. Oktober können sich Interessenten melden. FOTO: Mirko Reuther
Zweibrücken. Gemeinsamhandel-Chef ist zwar zufrieden mit derzeitiger Resonanz auf App-Pläne, betont aber: Mindestzahl 34 bleibt. Von Mathias Schneck

Dass es kein Selbstläufer wird, war Andreas Michel klar. Und so ist er recht zufrieden damit, dass aktuell zwölf Einzelhändler der Stadt Zweibrücken bei dem Projekt „ZWapp“ mitmachen wollen.

„ZWapp“ – das steht für „Zweibrücker App“. Das „App“ wiederum ist die Abkürzung für „Application“ („Anwendung“). Kaum ein Anwender eines Smartphones kommt heute noch ohne diese Apps aus – und darauf setzt der Einzelhandels-Chef in der Rosenstadt. Mitte April stellte Michel das Konzept für die „ZWapp“ vor. Er sagte damals im Merkur, dass die Zahl der teilnehmenden Händler mindestens bei 34 liegen müsse – sonst lohne sich der Aufwand nicht.

„Ich bin mit den aktuell zwölf Zusagen ganz zufrieden und habe die Hoffnung, dass wir die 34 packen“, sagte Michel auf Anfrage unserer Zeitung. Die „ZWapp“ sei die Zukunftsmusik für den Einzelhandel in der Rosenstadt, davon ist der Gemeinsamhandel-Chef überzeugt. „Der Online-Handel setzt uns enorm zu. Ich will, dass der Handel handelt – bevor er zum Getriebenen wird“, sagt Michel. Wobei er mit Blick auf die enorme Konkurrenz des Online-Handels einräumt: „Naja, eigentlich sind wir ja jetzt schon die Getriebenen . . .“



Aber es sei noch nicht zu spät, das Ruder herumzureißen, fordert er seine Händler-Kollegen zum Mitmachen auf.

Sinn der „ZWapp“ ist es, ein digitales Rabatt-System für die Kunden aufzubauen.

Oliver Reinking, IT-Experte aus Zweibrücken, hatte im April bei der Vorstellung der „ZWapp“ die Idee erörtert: Die Händler, die sich an der „ZWapp“ beteiligen werden, können ihren Kunden auf unkomplizierte Weise Rabattpunkte gutschreiben lassen – vom Smartphone des Händlers auf das Smartphone des Kunden. Der Kunde, der die Rabatte in Anspruch nehmen möchte, muss sich vorher lediglich auf der Internetseite der „ZWapp“ eintragen lassen.

„Es reicht die Angabe seines Namens und seiner E-Mail-Adresse“, hatte Reinking deutlich gemacht, dass die „ZWapp“ nicht zur Datenkrake werde, die alle mögliche Informationen sammle. Wer dennoch Bedenken habe, könne sich auch unter einem Kunstnamen anmelden.

Sobald ein Kunde registriert ist und eine fünfstellige Kundennummer erhalten hat, kann er bei Händlern, die bei der „ZWapp“ mitmachen, Rabatte sammeln.

Wie hoch diese ausfallen, bleibe jedem Händler selbst überlassen, hatte Gemeinsamhandels-Chef Michel betont. Man wolle keine Vorgaben machen; allerdings müsse der Rabatt schon attraktiv sein, um entsprechende Effekte in Sachen Kundenbindung zu entfalten.

Damit die „ZWapp“ breit genug aufgestellt ist, hatten Michel und Reinking bei der Präsentation im April festgelegt, dass mindestens 34 Händler mitmachen müssen. „Dabei bleibt es auch“, betonte der Händler-Chef jetzt. Es bringe nichts, nur mit ein paar wenigen Adressen herumzuwurschteln, für die Kunden müsse der Pool an „ZWapp“-Läden groß genug sein.

Besagte 34 Händler müssen, wenn sie bei der digitalen Kundenkarte mitmachen wollen, einen Betrag entrichten – der Aufbau des Rabattsystems, die Pflege der Internetseite etc. kostet schließlich Geld. Bis zum Stichtag 31. Oktober, so haben es Michel und Reinking angekündigt, müssen die Interessenten zusammgengekommen sein. Sonst wird das Projekt abgehakt.

„Es könnte klappen, ich bin optimistisch“, sagte Michel. „Wir sind aktuell in der Sommerpause, Ende August werde ich das forcieren und erneut bei den Händlern dafür werben.“

Der Gemeinsamhandel-Chef betont: „Wenn es klappt, freue ich mich. Wenn die 34 nicht zusammenkommen, dann soll es halt nicht sein. Dann bin ich nicht böse – ich werde dann allerdings auch keinen Gehirnschmalz mehr in dieses Projekt stecken.“

 Andreas Michel, Vorsitzender von Gemeinsamhandel Zweibrücken.   Foto: lf
Andreas Michel, Vorsitzender von Gemeinsamhandel Zweibrücken. Foto: lf FOTO: Lutz Fröhlich