| 00:08 Uhr

Großflächiger Einzelhandel
Gemeinsamhandel: Möbelhaus nutzt Innenstadt nicht

 Symbolbild
Symbolbild FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
Zweibrücken. Der Gemeinsamhandel-Vorsitzende Andreas Michel fühlt sich von Oberbürgermeister Kurt Pirmann falsch verstanden. Pirmann (SPD) hatte am Mittwochabend im Stadtrat gesagt, laut Michel sehe „die Mehrzahl der Einzelhändler kein Problem“ mit der Ansiedlung eines großen Möbelhauses auf der Truppacher Höhe (wir berichteten). Auf Merkur-Nachfrage betonte Michel gestern, er habe in dem Gespräch mit Pirmann und Investor André Kleinpoppen lediglich gesagt, der Gemeinsamhandel-Vorstand sei sich einig, keine Protestaktionen wie Plakate oder schwarze Schaufenster gegen die Möbelhaus-Pläne zu starten, „denn das würden viel Konsumenten nicht verstehen, damit würden wir uns ein Eigentor schießen“.

Der Gemeinsamhandel-Vorsitzende Andreas Michel fühlt sich von Oberbürgermeister Kurt Pirmann falsch verstanden. Pirmann (SPD) hatte am Mittwochabend im Stadtrat gesagt, laut Michel sehe „die Mehrzahl der Einzelhändler kein Problem“ mit der Ansiedlung eines großen Möbelhauses auf der Truppacher Höhe (wir berichteten). Auf Merkur-Nachfrage betonte Michel gestern, er habe in dem Gespräch mit Pirmann und Investor André Kleinpoppen lediglich gesagt, der Gemeinsamhandel-Vorstand sei sich einig, keine Protestaktionen wie Plakate oder schwarze Schaufenster gegen die Möbelhaus-Pläne zu starten, „denn das würden viel Konsumenten nicht verstehen, damit würden wir uns ein Eigentor schießen“.

Allerdings habe er bei dem Treffen „auch gesagt, dass die Innenstadt auf keiner Weise von einer Ansiedlung auf der Grünen Wiese profitiert, das ist ja auch beim Outlet so, die Leute fahren nach dem Einkaufen nicht noch in die Stadt“. Ob er selbst für oder gegen das Möbelhaus sei, wisse er noch nicht: „Einerseits sehe ich die 360 vom Investor angekündigten Arbeitsplätze – andererseits ist die Frage, was danach mit den anderen Möbelhäusern passiert und wie viele Arbeitsplätze dort verloren gehen.“ Er persönlich sei da, „wie auch viele Politiker und Bürger, noch zwiegespalten“. Wichtig sei dem Gemeinsamhandel-Vorstand, dass eine „klare Linie“ bei den Randsortimenten des Möbelhauses gezogen wird. Zur Positionierung der Mehrheitsverhältnisse aller Gemeinsamhandel-Mitgliedsbetriebe in der Händlerschaft Pro oder Kontra Möbelhaus könne er aber noch gar nichts sagen, betonte Michel – darüber habe es noch keine Befragung gegeben.