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Gemeinsamhandel freut sich über Mitgliederzuwachs

 Mehr zu werben, zahle sich aus, rät der Vorsitzende Andreas Michel. Foto: lf
Mehr zu werben, zahle sich aus, rät der Vorsitzende Andreas Michel. Foto: lf FOTO: lf
Zweibrücken. Zweibrücker Händler-Vereinigung zog gestern Abend erste Bilanz: Aktionen bringen mehr Leute von auswärts in die Stadt. Lutz Fröhlich

Ein geflügeltes Pferd im Sprung ziert das Logo des Händlerzusammenschlusses "Gemeinsamhandel Zweibrücken". Zehn Monate nach der Gründung ist dieser Schwung nicht verflogen. Das zeigte gestern Abend die Mitgliederversammlung 2017. Nicht nur, weil der Vorsitzende Andreas Michel so schwungvoll und mitreißend redete - sondern auch wegen dem, was er und seine Mitstreiter im Rück- und Ausblick zu sagen hatten.

Das zahlt sich offensichtlich auch bei der Mitgliederentwicklung aus. Vorstandsmitglied Serkan Karabulut berichtete, nur zwei Austritten stünden 16 Neuanmeldungen entgegen, darunter das erste Autohaus (Deckert) und erstmals sogar ein Geschäft aus Homburg, nämlich Globus Einöd (der Baumarkt in Zweibrücken war schon länger Mitglied des Vorgängers Werbegemeinschaft). Damit liege die Gemeinsamhandel-Mitgliederzahl nun bei 58.

Andreas Michel lobte, viele Mitglieder hätten den Vorstand letztes Jahr beim Vorbereiten und Durchführen von Aktionen unterstützt. Er appellierte, dies weiter und gerne auch noch mehr zu tun - denn die Vorstandsarbeit sei komplett auf ehrenamtlicher Basis, so dass man ohne Unterstützung nicht umsetzen könne, "was wir noch alles auf der Pfanne haben". Er wolle "aufrütteln zum Gemeinsamhandeln", fasste Michel zusammen. Das bezog er nicht nur auf Sonderveranstaltungen, sondern auch auf die jährlich vier verkaufsoffenen Sonntage. Natürlich könne man keinem Händler vorschreiben, dann zu öffnen: "Aber es zahlt sich auf Dauer aus, wenn Sie mitmachen!" Michel rief die Mitglieder auch zu mehr Werbung vor verkaufsoffenen Sonntagen auf, andernorts sei man aktiver: "Keine Werbung zu machen, kostet am Ende mehr, als eine Werbeanzeige zu bezahlen!"



Ein großer Vorteil Zweibrückens für Aktionen wie das Oldtimertreffen oder diverse Märkte seien die vielen Plätze in der City - auch, weil dadurch die Schaufenster in der Fußgängerzone nicht zugestellt würden. Besonders das Oldtimertreffen (dieses Jahr am 9. September) habe 2016 gezeigt, dass es gelinge, mit Veranstaltungen viele Menschen von auswärts nach Zweibrücken zu bringen: "Das bringt uns mehr Umsatz."

Allerdings kosten Veranstaltungen auch Geld. Teils mehr, als der Verein hat. Für Michel aber kein Hindernis, sondern eine Herausforderung: So sei es gelungen, die mit Abstand teuerste Veranstaltung 2016 und wohl auch 2017, das Lichterfest mit 14 000 Euro, durch Sponsoren zu finanzieren.

Jährlich 3600 Euro mehr in die Vereinskasse bringen soll ab 2018 die gestern einstimmig beschlossene Umstellung der Mitgliederbeiträge von brutto auf netto, was de facto eine Anhebung von 19 Prozent ist: "Das sollte es uns wert sein angesichts der vielen Aktionen, die mit den Beiträgen finanziert werden", meinte Vorstandsmitglied Dieter Ernst.

Das Aktionsprogramm für 2017 hatten Gemeinsamhandel und Citymanagerin bereits im Januar vorgestellt (wir berichteten).

Zum Thema:

Patentrechtlich geschützt Den Namen "Gemeinsamhandel Zweibrücken e. V." kann dem Verein niemand mehr wegnehmen - er hat ihn nämlich beim Deutschen Patent- und Markenamt in München als Wortmarke eintragen lassen, berichtete der Vorsitzende Andreas Michel bei der Mitgliederversammlung.