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Gelungener Abschluss der After-Work-Party-Reihe

Zweibrücken. Die Formation Soulcafé hat gestern Abend für einen gelungenen Abschluss der After-Work-Party-Reihe in den Zweibrücker Style Outlets gesorgt. Moderner Soulfunk zog das Publikum auf die Tanzfläche. Sebastian Dingler

Zum Abschluss der Reihe After-Work-Party konnten die Zweibrücker Style Outlets eine ganz besondere Band verpflichten: die zwölfköpfige Formation Soulcafé aus Karlsruhe besteht eigentlich aus Jazzmusikern, Bandboss Niklas Braun ist sogar Vorsitzender des dortigen Jazzvereins - dennoch war es keine verkopfte Musik für Kenner, was die zahlreichen Besucher geboten bekamen. Vielmehr sorgte die Band mit modernem Soulfunk für gute Stimmung und eine volle Tanzfläche, und das, obwohl wenige bekannte Stücke gespielt wurden. Braun erklärte, dass er und seine Mitmusiker immer wieder auf der Suche seien nach interessanten Stücken - etwa im Internetradio. Da wurde zum Beispiel ein Song des hier unbekannten Norwegers Ole Borud interpretiert, der aber nicht weniger kraftvollen Soul bot als später gespielte Nummern von Maceo Parker oder Bruno Mars. Größtenteils aus Profimusikern besteht die badische Band, die einmal pro Monat einen Auftritt in ihrer Heimatstadt hat. Musikalisch gab es da nichts zu mäkeln - nur das unterschiedliche Outfit der Frontmänner wurde in der Pause vom eine Woche zuvor aufgetreteten Kevin Alamba kritisiert: Bei Soul-Musik gehöre doch dazu, dass alle einheitlich angezogen sind. Prompt entschuldigte sich Sänger Oliver Fischer: Man sei in Karlsruhe bei gefühlten 40 Grad losgefahren und habe nicht mit den etwas kühleren hiesigen Temperaturen gerechnet - was dann das ein oder andere Bandmitglied zum Tragen einer Jacke verleitet habe. Ein anderer Musiker im Publikum, Pianist Daniel Krüger aus Homburg, lobte das "powervolle Auftreten". "Die Musik hat ein großes Spektrum", befand Eva Scheerer aus Wattweiler, bevor es sie und ihre Freundin auf die Tanzfläche zog. Spätestens ab der Mitte des zweiten Sets machten die Späße auf der Bühne, die gemeinsamen Tanzbewegungen und die launigen Sprüche die nicht ganz perfekte Optik wett. Und so wiederholte sich die Prozedur der drei voran gegangenen After-Work-Parties: Ein begeistertes Publikum feierte mit einer vorzüglichen Band ausgelassen den Abend.