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Kommunalpolitischer Frühschoppen
Gauf will mehr Videoüberwachung

 Zweibrückens Bürgermeister Christian Gauf.
Zweibrückens Bürgermeister Christian Gauf. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. „Viele erkennen nicht, was sie an der Stadt haben und gehen unvorteilhaft damit um“, ärgert sich Bürgermeister Christian Gauf (CDU) über den erkennbaren Vandalismus in einigen Bereichen. Deshalb bekräftigte er beim kommunalpolitischen Frühschoppen des Zweibrücker Turnerjahrmarkts die Forderung nach mehr „Kameras an bestimmten Stellen“ in der Stadt. Von Fritz Schäfer

Der Leiter der Zweibrücker Polizeiinspektion Matthias Mahl sagte, dass die Polizei einer „anlassbezogenen Videoüberwachung“ zustimme. „Eine dauerhafte Überwachung können wir nicht leisten.“ Ansonsten berichtete Mahl gestern Vormittag von einer ruhigen Veranstaltung mit wenigen Diebstählen und nur einer Körperverletzung. Nach Auffassung der Vorsitzenden der VT Zweibrücken, Gisela Alt, ist das ein Verdienst der Polizei und des Ordnungsamts.

„Wir sind ein Verein der Tradition und der Moderne“, beschrieb die Vorsitzende die Vereinigte Turnerschaft. Zur Tradition gehöre auch der Turnerjahrmarkt. „Die einzige Veranstaltung dieser Art in Zweibrücken und Umgebung“, betonte Alt. Zur Tradition gehörten auch die Kinderfastnacht oder die bereits ausgebuchte Kinderferienwoche. Dabei zeige sich auch das soziale Engagement des Vereins. So können auch in diesem Jahr zwei Flüchtlingskinder kostenlos daran teilnehmen. Auch sonst sei der Beitrag dank Sponsoren und unentgeltlich helfender Übungsleiter auch für Familien mit wenig Geld zahlbar. Tradition hat auch der Handball. „Da bin ich stolz, dass die Handballer nach dem Aufstieg in der gleichen Liga spielen wie die Fußballer des 1. FC Kaiserslautern.“

Die Vorsitzende erwähnte auch die vielen Kursen der Gesundheitsabteilung. „Es kommen immer mehr Menschen zu uns, weil sie was für ihre Gesundheit tun müssen.“ Da sei die VTZ ganz modern. Dass die VTZ in das gesellschaftliche Leben der Stadt eingebunden ist, sagte auch die Beauftragte für das City-Management, Petra Stricker. So beteilige sich der Verein an der Veranstaltung "Zweibrücken gesund" und am Kindertag am 1. Juni.



Stricker und der Vorsitzende von Gemeinsam Handel, Andreas Michel, betonten, dass vieles was in den letzten Jahren nur „gemeinsam“ erreicht werden konnte. Stricker: „Zweibrücken ist eine tolle Stadt.“

Dazu zählt auch der Wasserspielplatz auf dem kleinen Exe, der sich nach Beobachtung des Bürgermeisters hervorragend entwickelt habe. Bei seinem Rundgang durch die anstehenden Projekte in der Stadt sprach Gauf den Kindergarten an der Festhalle an. „Der ist gewollt und vernünftig“, sagte der Bürgermeister, der bei der Veranstaltung hoffte, dass die Einrichtung 2020 bezogen werden kann. Auch beim Landgestüt berichtete der Bürgermeister von Fortschritten nach der Zusage des Bezirksverbands, die Einrichtung zu unterstützen. „Wir hoffen auch noch auf finanzielle Unterstützung für die Gestüts GmbH.“

Bei der Brauerei sei die Stadt in Kontakt mit dem Investor. Und auf dem Flugplatz sieht Gauf im Kauf des Gebäudes der Vermögensberatung durch den Flugplatz-Investor Triwo „ein gutes Zeichen. Der Bürgermeister hoffte mit Blick auf die Kommunalwahl in einem Jahr, dass sich die Stadt weiter entwickelt. Der stellvertretende Vorsitzende der VTZ, Winfried Tänzer, hatte da nur zwei Wünsche. Zum einen soll der Wahlkampf „nicht zu heftig“ werden. Zum anderen sollen die gewählten sich der Rosengartenstraße annehmen. „Die Einfahrtstraße in die schöne Stadt ist in einem erbärmlichen Zustand.“