| 23:42 Uhr

Neue Ausstellung ab 9. März
Galerie Prisma: Weniger ist mehr

Die Künstler (von links) Artur Mann, Bärbel Grub-Hapke und Karl Heinz Hillen beim Aufbau der neuen Ausstellung.
Die Künstler (von links) Artur Mann, Bärbel Grub-Hapke und Karl Heinz Hillen beim Aufbau der neuen Ausstellung. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Vom Frühling beseelt, vom Eise befreit, die Menschen atmen durch, neue Kräfte erwachsen. Das verschont auch die Künstler nicht, auch nicht die „Sieben und Zwei“ in der Galerie Prisma in der Zweibrücker Lammstraße 6. „Weniger ist mehr“ steht auf der Einladung. Kein neuer, aber dennoch ein interessanter Aspekt. Wie immer stellen zwei Gastkünstler zusätzlich aus. Alles in allem ein riesiger Aufwand für sieben Idealisten. Bisher haben sie das Glück auf ihrer Seite, denn die wirklich sehr schönen Galerieräume bekommen sie gesponsert zu eigener Nutzung durch Kunst. Dafür danken die Künstler herzlich. In der Ferne jedoch hört man ein Raunen, die Frage: Bleibt das so, wenn die Zuständigkeit für die Räume nun in andere Hände übergeht? Die Kunst jedenfalls steht diesen Galerieräumen gut – und Zweibrücken auch. Am kommenden Freitag, 9. März um 19 Uhr, eröffnet die nächste Ausstellung mit einer Vernissage, die wieder viele Gäste finden wird, das ist gewiss. Musik, Wein und anregende Kunst und die Künstler selbst, die gern Rede und Antwort stehen, alles auf einem Punkt zu einer Zeit. Von Peter Fromann

Vom Frühling beseelt, vom Eise befreit, die Menschen atmen durch, neue Kräfte erwachsen. Das verschont auch die Künstler nicht, auch nicht die „Sieben und Zwei“ in der Galerie Prisma in der Zweibrücker Lammstraße 6. „Weniger ist mehr“ steht auf der Einladung. Kein neuer, aber dennoch ein interessanter Aspekt. Wie immer stellen zwei Gastkünstler zusätzlich aus. Alles in allem ein riesiger Aufwand für sieben Idealisten. Bisher haben sie das Glück auf ihrer Seite, denn die wirklich sehr schönen Galerieräume bekommen sie gesponsert zu eigener Nutzung durch Kunst. Dafür danken die Künstler herzlich. In der Ferne jedoch hört man ein Raunen, die Frage: Bleibt das so, wenn die Zuständigkeit für die Räume nun in andere Hände übergeht? Die Kunst jedenfalls steht diesen Galerieräumen gut – und Zweibrücken auch. Am kommenden Freitag, 9. März um 19 Uhr, eröffnet die nächste Ausstellung mit einer Vernissage, die wieder viele Gäste finden wird, das ist gewiss. Musik, Wein und anregende Kunst und die Künstler selbst, die gern Rede und Antwort stehen, alles auf einem Punkt zu einer Zeit.

Also „Sieben und Zwei“, die alle etwas zu erzählen haben, das womöglich alle etwas angeht, sie erzählen in Bildern, in Grafiken. Wolfgang Ohler in Schriftbildern, Karl Heinz Hillen mit Malerei und Grafik. Hillen stellt zum Beispiel ein Holzkreuz aus, ein demoliertes Hakenkreuz, das als solches nur noch zu erkennen ist, da er einen Haken in es geschraubt hat. Kunst geht auch Politik etwas an. Ohler zum Beispiel zeichnet einen Grundriss von Gefängniszellen und gestaltet die Begrenzungslinien aus dem sich immer wiederholenden Wort Freiheit. Begrenztheit ist da gemeint, die in den Köpfen vieler obwaltet. Von ganz anderer oder auch ähnlicher Art weist einiges auf Dada hin. Unsinnsgedichte und Lautmalerisches, die Jolifanto-bambla-Karawane. Auch neue Techniken gibt’s zu bestaunen und ungewöhnliche Materialien, Kunst auf viele Art und Weise. Und das, wie alle hoffen, noch sehr lange.