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Förderverein des Stadtmuseums
Hilfe für die Zweibrücker Schatzkiste

Der weitgereiste kleine Porzellanhund mit der Widmung „Gruss aus Zweibrücken“.
Der weitgereiste kleine Porzellanhund mit der Widmung „Gruss aus Zweibrücken“. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Ohne den Förderverein wären viele Anschaffungen des Stadtmuseums in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen. Seit 25 Jahren unterstützt er das Museum vor allem materiell. Von Cordula von Waldow

Zu den selbstgestellten Aufgaben des Fördervereins des Stadtmuseums zählt es, das Museum und die Museumsarbeit ideell und materiell zu unterstützen. Ziel ist hauptsächlich die Beschaffung von Finanzierungsmitteln für den Erwerb von museumswürdigen Gegenständen und für Projekte, die die geschichtliche und kulturelle Entwicklung Zweibrückens widerspiegeln. Vorsitzender des Fördervereins ist Hans-Peter Philipp.

Die bislang letzte Spende des Fördervereins diente zur Anschaffung des Gemäldes der Zweibrücker Synagoge des Künstlers Alexander Dettmar, das in der Synagogenausstellung im Februar des Jahres zu sehen war. „In den vergangenen 25 Jahren spendete der Förderverein dem Stadtmuseum rund 80 000 Euro. Für rund 20 000 Euro wurde allein Zweibrücker Porzellan angekauft, das in der Dauerausstellung im Stadtmuseum zu sehen ist“, wie Museumsleiterin Charlotte Glück berichtet.

Die Jubiläumsfeier findet am Sonntag, 21. Oktober, um 11.15 Uhr im Herzogsaal im Zweibrücker Petrihaus, Herzogstraße 9-11, statt. Grußworte spricht Hans-Peter Philipp, die Festrede wird der Historiker Roland Paul halten, ehemals Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde.



Parallel hat Charlotte Glück die Ausstellung „Mein Stückchen Zweibrücken“ installiert. „Hierbei geht es nicht um großartige Ausstellungsstücke, sondern um selbst unscheinbare Gegenstände, die aber einen besonderen Bezug zu einer Zweibrücker Person haben. So ist zum Beispiel eine kleine Porzellanfigur eines Hundes zu sehen, die eine Zweibrückerin, evakuiert im Zweiten Weltkrieg, ihrer damaligen dortigen Vermieterin schenkte und die diese Figur nach Öffnung der Grenze zur DDR 1990 zurück nach Zweibrücken brachte. Jeder Ausstellungsgegenstand beinhaltet so auch eine kleine Geschichte.

Das Stadtmuseum, damals noch Heimatmuseum, wurde schon 1914 angeregt, aber erst 1926 gegründet. „1993 erhielt die junge Historikerin Charlotte Glück den Auftrag, dem schlummernden Fundus Leben einzuhauchen“, wie Heinz Weinkauf schreibt. „Entstanden ist ein heute überregional beachtetes Museum mit weithin ausstrahlenden kulturellen Impulsen“, wie es weiter heißt. Der Förderverein sieht auch weiterhin seine Aufgabe darin, das Stadtmuseum zu unterstützen und dessen Bestand zu sichern.