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Fördergelder für Fasanerie-Ruine sollen beantragt werden

Zweibrücken. Ein nationaler Geldtopf, aus dem Denkmäler und Kulturgüter von besonderer Bedeutung gefördert werden, könnte eine Chance für die Fasanerie-Ruine bedeuten. Der städtische Hauptausschuss beauftragte die Verwaltung im nicht öffentlichen Teil der Sitzung am Mittwoch, einen Förderantrag für die Fasanerie zu stellen. Fritz Schäfer

Ende des Monats läuft die Antragsfrist ab. Mit dem Geld sollen nach Auskunft des Stadtsprechers Heinz Braun die Stützmauer, der Pavillon und die Kaskade gesichert und saniert werden. Da Fördergelder des Bundes an größere Maßnahmen gehen könnten, wurde auch die Erneuerung der Königsterrasse in den Antrag mit aufgenommen. Ursprünglich waren die Bereiche der Türme und der Terrasse die Abschnitte zwei und drei der Fasaneriesanierung. Die obere Terrasse mit den beiden Weihern war 2007/2008 erneuert worden. Die Kosten für die Sicherung und Erneuerung werden auf rund 2,2 Millionen Euro geschätzt. 90 Prozent könnten aus dem Fördertopf kommen, 220 000 Euro müsste die Stadt zahlen. Nach der Absage der Aufsichtsbehörde, Landesmittel bereitzustellen (wir berichteten), ist das derzeit die einzige Möglichkeit, die Fasanerie zu sanieren. Die Stadt beteiligt sich weiter an der Standortinitiative Südwestpfalz. Der Hauptausschuss stimmte zu, für die zweite Jahreshälfte 17 000 Euro und für die Jahre 2014 und 2015 jeweils 34 000 Euro zu zahlen. Der Landkreis Südwestpfalz beteiligt sich mit 100 000 Euro . Auch die acht Verbandsgemeinden des Kreises zahlen zusammen 100 000 Euro . Mit der Veröffentlichung eines Wirtschaftsmagazins, einem Standortmarketing, der Vorbereitung einer Produkt- und Markenausstellung, der Auslobung eines Studentenwettbewerbs oder der Beteiligung an einem Imagefilm über Pflegeberufe seien zahlreiche Aktionen durchgeführt oder geplant, sagte Oberbürgermeister Kurt Pirmann. Auch wenn die aktuelle Entwicklung die Region derzeit überholt, sollten wir dabei bleiben, um die "Region nach außen darzustellen", sagte Pirmann. "Das ist in der derzeitigen Situation wichtiger denn je", betonte Walter Rimbrecht (SPD ). Bei der Initiative gehe es auch darum, im das Stadt-Umland-Konzept voranzubringen.