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Idee von Fridays for Future aufgegriffen
FDP plädiert für gemeinsames Silvesterfeuerwerk

 Das sommerliche „Fest der 1000 Lichter“ im Rosengarten zeigt: Gemeinsame Feuerwerke können in Zweibrücken auf große Resonanz stoßen.
Das sommerliche „Fest der 1000 Lichter“ im Rosengarten zeigt: Gemeinsame Feuerwerke können in Zweibrücken auf große Resonanz stoßen. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Liberale greifen diese „Fridays for Future“-Idee auf, wollen individuelles Böllern den „souveränen“ Bürgern aber nicht verbieten. Von Mathias Schneck

Ein gemeinsames Feuerwerk in der Stadt an Silvester, an einem zentralen Platz, es wird zusammen gefeiert und die Freude geteilt: Das schwebt der Zweibrücker FDP mit Blick auf den nächsten Jahreswechsel vor. Inspiriert worden sind die Liberalen dabei von der Zweibrücker „Fridays for Future“-Gruppe. Die hatte zuvor für ein gemeinsames Feuerwerk in der Stadt plädiert – die Bürger könnten so auf ein individuelles Böllern verzichten und alles würde sich auf einem zentralen Platz konzentrieren (wir berichteten).

„Das war eine gute Idee der Zweibrücker ,Fridays for Future’-Gruppe“, lobte Ingrid Kaiser, Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion am Freitag bei ihrem Besuch der Merkur-Redaktion. Mit dabei waren Andreas Michel, Vorsitzender der Zweibrücker Händlervereinigung Gemeinsamhandel und Ralf Kohl, Feuerwerker aus Zweibrücken.

„Sicher, es gäbe so manche Gründe, das Böllern zu verbieten“, sagte Kaiser und nannte „Feinstaub, Dreck, Lärm, Tierschutz“ als die wesentlichen Gesichtspunkte.



Doch widerstrebe ihr als Liberale ein solches Verbot naturgemäß, machte sie klar. „Wir wollen, trotz solcher Bedenken, kein Verbot. Es muss auch weiterhin in der Eigenverantwortung des Bürgers liegen, ob er böllert oder nicht. Der Bürger muss in dieser Entscheidung souverän bleiben.“

Doch wolle die FDP dazu beitragen, dass in der Rosenstadt über eine sinnvolle Alternative zum individuellen Böllern, nämlich besagtem zentralem Feuerwerk, nachgedacht werde. Man wolle hier eine Debatte in Gang bringen und freue sich schon auf das Abwägen von Für und Wider, sagte Kaiser – um zu ergänzen, dass ihre Partei durchaus zu gegebener Zeit prüfen werde, einen entsprechenden Antrag im Stadtrat einzubringen, um die Dinge weiter voranzutreiben.

Händler-Sprecher Michel sagte, er könne sich gut vorstellen, dass ein solches gemeinsames Feuerwerk zu einer attraktiven Jahreswechsel-Party geformt werden könnte. „Natürlich wäre zuerst einmal die Frage, wo ein solches zentrales Feuerwerk stattfinden könnte. In der Innenstadt? Auf dem Schlossplatz etwa? Da wäre natürlich die Frage hinsichtlich des Feinstaubes. Vielleicht müssten wir das auch etwas außerhalb machen, im Bereich der Rennwiese“, dachte Michel laut nach.

Eine zentrale Jahreswechsel-Party bräuchte attraktive Öffnungszeiten – „da können Sie nicht um kurz nach Mitternacht einfach Schluss machen“, verdeutlichte Michel. „Von 22 Uhr bis drei Uhr morgens“, nannte er einen möglichen Zeitraum. Die Feiernden sollten mit Musik von Bühnen sowie Leckereien und Getränken aus Imbiss-Ständen zum Verweilen angeregt werden.

Ralf Kohl, einziger Feuerwerker in der Stadt (gemeinsam mit seiner Schwester Monika) sagte, er wäre dazu bereit, das zentrale Feuerwerk zu organisieren. Natürlich müssten behördliche Aspekte vorher geklärt werden, Auflagen und Genehmigungen, aber seine grundsätzliche Bereitschaft sei da.

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