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Zweibrücker Oberbürgermeister-Wahl
FDP: Erika Watson schließt OB-Kandidatur nicht aus

Erika Watson ist Stadtverbands-Vorsitzende der FDP.
Erika Watson ist Stadtverbands-Vorsitzende der FDP. FOTO: @ Marco Wille -Photographie / Marco Wille
Zweibrücken. Von Lutz Fröhlich

 Bislang sieht es so aus, als stehe e i n Ergebnis der Zweibrücker Oberbürgermeisterwahl am 23. September schon fest: Auch das neue Stadtoberhaupt wird ein Mann sein. Denn unter den bisherigen (vier) erklärten Bewerbern ist keine Frau. Könnte sich das noch ändern? Die Zweibrücker FDP hat mit Erika Watson eine junge Stadtverbandsvorsitzende, die bereits im Landtagswahlkampf 2016 als Wahlkreis-Kandidatin auftrat – und als OB-Kandidatin für die im Frühjahr 2019 anstehende Stadtrats-Wahl weiter öffentliches Profil gewinnen könnte.

Watson wiederholte gestern auf Merkur-Anfrage zwar zunächst, was Fraktionschefin Ingrid Kaiser (die die gesetzliche Altersgrenze für eine eigene Kandidatur überschritten hat) bereits zuvor erklärt hatte: Man wolle sich für eine Entscheidung, ob jemand von den Liberalen kandidiert, bis zum Ende der Bewerbungsfrist (6. August) Zeit lassen. „Wir behalten uns eine Kandidatur vor“, sagte die 41-Jährige, ließ aber nicht erkennen, ob diese eher wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist. Man sei derzeit noch dabei, zu dieser Frage einige Gespräche zu führen. „Schließen Sie eine eigene Kandidatur aus?“ Watson lässt sich in ihrer Antwort alle Türen offen: „Im Moment nicht.“ Bis zu einer Entscheidung über eine Kandidatur von jemand aus der FDP werde man auch keine Wahlempfehlung für einen der anderen Kandidaten aussprechen, sagte Watson weiter. Sollte sich eine FDP-Kandidatur abzeichnen, könne der nächste Parteitag vorgezogen werden.

Präsenz im OB-Wahlkampf werde die FDP unabhängig von der Frage einer FDP-Kandidatur zeigen, kündigte Watson an: „Wir haben für die Samstage vor der Wahl beim Ordnungsamt bereits Infostände in der Fußgängerzone angemeldet, um Flagge zu zeigen und für unsere Ziele zu werben.“