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Frankfurt/Zweibrücken
Experten rechnen mit Rekordhitze in Region

 Symbolfoto: dpa
Symbolfoto: dpa FOTO: dpa / Frank Rumpenhorst
Frankfurt/Zweibrücken. Der bisherige Hitzerekord wurde 2015 im bayerischen Kitzingen mit 40,3 Grad aufgestellt. In unserer Region könnte der Rekord jetzt fallen.

(dpa) Unserer Region steht eine extreme Hitzewelle bevor. Laut Deutschem Wetterdienst könnten bereits an diesem Mittwoch in der Saarpfalz 40 Grad erreicht werden.

„Am Donnerstag wird es dann nochmals ein Stück heißer“, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich am Dienstag. Mit Werten von bis zu 41 Grad in der Saarpfalz, im Moseltal und im Ruhrgebiet könnte es ein historischer Hitzetag werden.

Denn dann könnte auch der bisherige Rekord von 40,3 Grad fallen, der 2015 im bayerischen Kitzingen aufgestellt worden war.



„Wenn die Modelle Recht haben, werden wir mehrfach den bisherigen Rekord brechen“, sagte Friedrich. Maßgeblich verantwortlich für die Hitze ist Hoch „Yvonne“, das für sonniges und zumeist wolkenloses Wetter sorgt und von Süden und Südwesten subtropische Luft nach Deutschland bringt. Hieß es zunächst, dass es am Freitag etwas kühler wird, ist nun wohl erst am Samstag ein leichter Temperaturrückgang in Sicht. Im Raum Köln und Duisburg könnte es sogar erstmals drei Tage am Stück 40 Grad heiß werden. „Das wäre eine Sensation und ein Stück deutsche Klimageschichte“, sagte Friedrich.

Die Entwicklung sei beunruhigend und mache die Klimaerwärmung deutlich. „Wir beobachten, dass die Hitzerekorde in den letzten Jahren klar zunehmen“, sagte der DWD-Experte. Im vergangenen Jahrhundert wurden den Angaben zufolge nur in einem einzigen Sommer – und zwar im Jahr 1983 – die 40,0 Grad erreicht. „Mit den prognostizierten Temperaturen für die nächsten Tage werden wir in diesem Jahrhundert bereits zum dritten Mal nach dem Jahrhundertsommer 2003 und dem Hitzerekord 2015 die 40-Grad-Marke erreichen“, sagte Friedrich.

Laut dem DWD ist die Durchschnittstemperatur in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 um etwa 1,3 Grad gestiegen.