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Es geht nicht ohne Selbsterkenntnis

Erkenne dich selbst - diese alten philosophischen Worte sind heute noch so aktuell wie einst. Nur wer sich ehrlich mit seinen eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzt, ist in der Lage, sich so zu verhalten, dass es einem selbst zum Guten gereicht und anderen nicht schadet. Damit sind wir beim Straßenverkehr. Auch dort ist Offenheit entscheidend

Erkenne dich selbst - diese alten philosophischen Worte sind heute noch so aktuell wie einst. Nur wer sich ehrlich mit seinen eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzt, ist in der Lage, sich so zu verhalten, dass es einem selbst zum Guten gereicht und anderen nicht schadet. Damit sind wir beim Straßenverkehr. Auch dort ist Offenheit entscheidend. Geht es noch - oder geht es nicht mehr?An dieser Frage scheitern täglich viele (gerade auch jüngere Autofahrer), wie die Berichte unserer Polizeiinspektion zeigen. Trunkenheitsfahrten, Unfälle, verursacht durch Raserei oder andere Rücksichtslosigkeiten, sind traurige Routine für die Ordnungshüter.

Zu den auch in Zweibrücken hitzig diskutierten Gesundheitstests für ältere Autofahrer lässt sich festhalten: Ohne die Selbsterkenntnis der Senioren geht es nicht. Man kann nicht einfach jemanden unter Generalverdacht stellen, nur weil dieser ein bestimmtes Alter erreicht hat. Manch 80-Jähriger steuert sein Vehikel souveräner als ein junger Fahrer, der kaum Erfahrung mit dem Wagenlenken hat oder durch gockelhaftes Imponieren ("Käpt'n Bleifuß") auffällt.

Wahr ist aber auch, dass mit zunehmendem Alter das Hör- und Sehvermögen nachlässt, auch die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, geht meist zurück. Dies kompensieren viele Senioren mit ihrer größeren Erfahrung, mit umsichtigem, defensivem Fahrverhalten. Aber diese Kompensation funktioniert nur bis zu einem bestimmten Punkt.

Von daher wäre es wünschenswert, dass sich Senioren, wenn sie merken, dass ihre Fahrtüchtigkeit zurückgeht, sich das selbst offen eingestehen. Mobilität hin oder her - die Gefahr eines Unfalls, die Gefahr, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen zu schaden, ist groß. Ein verpflichtender Gesundheitstest wäre ein heftiger Eingriff in die Rechte der Bürger. Ein zumindest freiwilliger Test kann viel Schaden vermeiden. Mobilität ist übrigens nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch. Das wird beim Blick auf die Kosten für Benzin, Versicherungen, Inspektionen, Tüv, Bereifung und und und deutlich - ganz zu schweigen von den Umweltschäden.