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Erste Messungen: Keine Schadstoff-Belastungen durch Mülldeponie

Zweibrücken. Von der Deponie Rechenbachtal gehen keine Belastungen aus, "die über das übliche Maß an einer ländlichen Station hinausgehen". Das ist das Ergebnis nach den ersten beiden Messmonaten, die der Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) vorlegt. Fritz Schäfer

"Das zeigt, dass die Befürchtungen von Luftschadstoffbelastungen unbegründet sind", sagt UBZ-Chef Werner Boßlet. Wegen Bedenken aus der Bevölkerung lässt der UBZ an sieben Messstationen um die Deponie seit April Luftmessungen durchführen (wir berichteten). Die zentrale Messstelle befindet sich am Kindergarten, wo Schwebstaub PM 10 und PM 2,5 die Inhaltstoffe sowie der Staubniederschlag am Boden gemessen wird. Die Schwebstaub-Konzentration bewegt sich im Bereich der auch andernorts anzutreffenden Hintergrundbelastung, heißt es in der Stellungnahme des UBZ. Auch die Inhaltstoffe, im Wesentlichen Schwermetalle, zeigten keine Auffälligkeiten zu allgemeinen Hintergrundbelastungen aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz. "Es ergeben sich keine Hinweise auf Einflüsse durch die Deponie", wertet Boßlet die Ergebnisse.

Rund um die Deponie wird der Staubniederschlag zum Beispiel auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ermittelt. Hier ist der Staubniederschlag "unauffällig. Im Hinblick auf eine landwirtschaftliche Nutzung der umgebenden Flächen ergeben sich damit keinerlei Bedenken", schreibt der UBZ. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Messungen sei noch kein Vergleich der gemessenen Belastungen mit den Grenzwerten möglich. Denn die Grenzwerte seien Mittelwerte über ein Jahr oder Obergrenzen der Anzahl von Überschreitungen innerhalb eines Jahres.

Boßlet erwähnt, dass die Messungen "freiwillig" seien. Der UBZ habe die Messregeln mit Fachbehörden und Betroffenen abgestimmt. Dabei sei der Fokus auf Schadstoffe gelegt worden, die in den Abfällen potenziell vorhanden und auf die Umwelt einwirken könnten.