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Stadtführungen in Zweibrücken
Erkundung kennt kaum Grenzen

Bei den kulinarischen Stadtführungen gehts mit der Pferdekutsche voran. Selbst fahren dürfte man ohnehin nicht – schließlich beinhaltet die Führung neben einem Sektempfang und einem Menü auch ein Gläschen Wein.
Bei den kulinarischen Stadtführungen gehts mit der Pferdekutsche voran. Selbst fahren dürfte man ohnehin nicht – schließlich beinhaltet die Führung neben einem Sektempfang und einem Menü auch ein Gläschen Wein. FOTO: Stadtverwaltung Zweibrücken
Zweibrücken. Besucher und Einheimische haben viele Möglichkeiten, die Rosenstadt auf alte und neue Art zu entdecken. Von Norbert Rech

In Zweibrücken gibt es für Fremde und Einheimische viel zu entdecken. Ob es nun die bewegte Geschichte der Stadt vom Polenkönig Stanislaus bis hin zum Hambacher Fest ist. Oder ob es die alten Villen, die Natur oder die Pferde sind.

Doch manche Facette der Rosenstadt nimmt man auf den ersten Blick gar nicht richtig wahr. Zum Beispiel die prachtvollen Villen aus der Gründerzeit, die während einer Busfahrt nicht nur den Touristen – sondern mitunter auch den Einheimischen gezeigt werden. Diese Führung ist im Rahmen des Tages des offenen Denkmals entstanden, wie Kulturamtsleiter Thilo Huble erzählt.

Einen regelmäßigen Standrundgang ohne vorherige Anmeldung, wie er beispielsweise in Blieskastel angeboten wird, gibt es in Zweibrücken allerdings nicht, räumt Huble ein: „Das hatten wir vor fünf Jahren mal versucht – aber aufgrund fehlender Resonanz wieder eingestellt.“ Zu bestimmten Anlässen, unter anderem dem Straßentheater-Festival, gebe es aber ein vergleichbares Angebot. Sonst könnten Besucher und Einheimische auf die Informationstafeln und eine Broschüre zurückgreifen, mit denen die Erkundung der früheren Herzogsstadt ganz einfach sei.



Die Vielfalt der übrigen Stadtführungen sei immens. So werde derzeit daran gearbeitet die „Natur natürlich erlebbar“ zu machen. Mit ausgebildeten Führern werde dann die herrliche Landschaft in und um die Rosenstadt in den Fokus gerückt. „Wir wollen Zweibrücken aus einem anderen Blickwinkel zeigen“, so der Amtsleiter.

Normale Stadtrundgänge auf Wunschtermin kosten für Gruppen (bis 25 Teilnehmer) 48 Euro und dauern rund eineinhalb Stunden. Dazu gibt es Führungen durch den Rosengarten, die für eine Gruppe mit 60 Euro zuzüglich des Eintritts zu Buche schlagen. Beim Landgestüt müssen Gruppen 30 Euro bezahlen. Dort findet am 12. Juli um 15 Uhr ein Rundgang, zu dem sich die Teilnehmer aber anmelden müssen. Auch das Stadtmuseum bietet Führungen an. Dieses kostet pro Gruppe 40 Euro (ohne Eintritt). Die Demokratiebewegung im Vorfeld des Hambacher Festes wird bei „Die Socken des Dr. Wirth“ beleuchtet. Neben den Gruppenbuchungen ist hier der nächste Rundgang am 4. November um 14 Uhr vorgesehen.

Die kulinarische Stadtführung inklusive Menü, Sektempfang, Kutschfahrt und einem Glas Wein, findet am 6. Juli, 17. August und 21. September jeweils um 18 Uhr statt. Das Freud und Leid des Polenkönigs Stanislaus Leszczynski wird am 8. Juli, 12. August und 16. September jeweils ab 14.30 Uhr erzählt. Darüber hinaus gibt es eine Stadtführung für Kinder, geführte Wanderungen und Rundgänge durch die Bibliotheca Bipontina.

Für Freunde des Internets stehen Geo-Caching und eine interaktive „Rosen-App“ zur Verfügung. Vergleichbar einer Schnitzeljagd gilt es hier Rätsel zu lösen oder Ecken aufzuspüren. Gerade solche, die beim Vorbeilaufen schon mal übersehen werden können.