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Kirchenpräsident ehrt Prädikanden und Lektoren
Empfang als Dankeschön für Ehrenamtliche

Prädikand Ralf Henschke predigt in seiner Heimatgemeinde Ixheim und darüber hinaus.
Prädikand Ralf Henschke predigt in seiner Heimatgemeinde Ixheim und darüber hinaus. FOTO: cvw
Ixheim/Pirmasens. Rund 60 Prädikanden und Lektoren folgten Anfang Juni der Einladung der Landeskirche in die Lutherkirche in Pirmasens. Bei einem Empfang ihnen zu Ehren bedankte sich der Kirchenpräsident Christian Schad bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Einer von ihnen ist Ralf Henschke. Zehn Jahre lang diente der ehemalige leitende Angestellte in einem Kommunikationsunternehmen vorwiegend in seiner Kirchengemeinde Ixheim als Lektor. Er gestaltete und leitete Gottesdienste mit einer Lesepredigt, die er verlas. Seit einem Jahr nun befindet sich der evangelische Christ im Vorruhestand und seit dieser Zeit ist er auch als Prädikand ordiniert. „Ich wollte nicht nur meine Predigten selber schreiben, sondern auch das Abendmahl feiern und Sakramente wie Taufe, Trauung und Beerdigung spenden dürfen“, erklärt er, was ihn zu diesem weiteren Schritt bewog. Dabei predigt er keines Wegs nur in seiner Heimatgemeinde, sondern im gesamten Dekanat Zweitbrücken sowie Pirmasens.

Sein erstes Kind hat er bereits getauft. Im Sommer steht Peter Henschke eine besonders spannende Trauung bevor, zwischen einer evangelischen Christin und einem orthodoxen Christen. „Ich habe mich intensiv mit der orthodoxen Trauung befasst“, berichtet der Prädikand, „aus Respekt vor der Lebensgeschichte des Ehemannes“. Wenngleich die Trauung protestantisch ablaufen wird, will Ralf Henschke sehr schöne Elemente aus dem orthodoxen Brauchtum übernehmen. So umrundet die Braut mit ihrem Ehemann und dem Geistlichen an den Händen nach der Trauung dreimal den Altar. „Das ist ein Symbol, dass Gott die ersten Schritte des Paares begleitet“, erklärt der Laienprediger.

Insgesamt gibt es in Rheinland-Pfalz 156 Prädikanden sowie 344 Lektoren. Dem stehen 500 Pfarrer gegenüber.