| 23:20 Uhr

Leerstehender Tanzschuppen
Einziger Interessent für Disko A 8 springt ab

Es gibt keinen Interessenten für einen Nachfolgebetrieb der insolventen Disco A 8.
Es gibt keinen Interessenten für einen Nachfolgebetrieb der insolventen Disco A 8. FOTO: Jens Wolf / dpa
Zweibrücken. Die Hoffnungen auf eine weitere Chance für eine Disco in Zweibrücken sind am Nullpunkt angekommen: Der einzige Interessent, der sich einen Nachfolgebetrieb der insolventen Disco A 8 hätte vorstellen können, hat inzwischen das Handtuch geworfen. Das erklärte ein Sprecher des Insolvenzverwalters, die Saarbrücker Kanzlei Schiebe und Collegen. Das erloschene Interesse habe besagter „regionaler Diskobetreiber“ in einer kurzen E-Mail kundgetan, so der Sprecher. Von Eric Kolling

Die Hoffnungen auf eine weitere Chance für eine Disco in Zweibrücken sind am Nullpunkt angekommen: Der einzige Interessent, der sich einen Nachfolgebetrieb der insolventen Disco A 8 hätte vorstellen können, hat inzwischen das Handtuch geworfen. Das erklärte ein Sprecher des Insolvenzverwalters, die Saarbrücker Kanzlei Schiebe und Collegen. Das erloschene Interesse habe besagter „regionaler Diskobetreiber“ in einer kurzen E-Mail kundgetan, so der Sprecher.

Zuvor war für Ende August ein Gespräch des Interessenten mit dem Zweibrücker Oberbürgermeister Kurt Pirmann angesetzt. Dieses fiel kurzfristig aus, weil Pirmann ins Krankenhaus musste. Danach, so Stadtsprecher Heinz Braun, sei das Interesse erloschen.

Ein mögliches Thema hätte bei dem Gespräch wohl der Verzicht der Stadt auf Vergnügungssteuern bei einem Weiterbetrieb sein können, die der vorherige Betreiber, die M&T Vermiet GmbH als Grund für ihre Insolvenz angegeben hatte. Die Stadt hatte aber klar gestellt, dass dies nur möglich sei, wenn der Stadtrat die Vergnügungssteuersatzung ändere.

Nun setzt die Kanzlei Schiebe und Collegen alles auf die Karte, aus dem Inventar der Disco eine möglichst große Summe zu erzielen. Wenn alle Objekte veräußert seien, falle das Gebäude zurück an den Vermieter, die Rieker Immobilien GmbH & Co. KG. Was das Tuttlinger Unternehmen dann damit macht, ist noch völlig offen, erklärt die hiesige Standortleiterin Heike Breit. Momentan komme man nicht in das Gebäude. Erst wenn man den Schlüssel habe, könne man sich einen Überblick verschaffen. Etwa zum Zustand, Modernisierungsbedarf oder –sinn. „Es wird wohl Jahresende, bis man verlässliche Angaben machen kann“, so Breit.