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"Einzelhändler haben Chance verpasst"

 Reinhard Schlunke diskutiert mit Merkur-Redaktionsmitglied Svenja Kissel über das SWR4-Sommerfest. Foto: eck
Reinhard Schlunke diskutiert mit Merkur-Redaktionsmitglied Svenja Kissel über das SWR4-Sommerfest. Foto: eck
Zweibrücken. Das SWR4-Sommerfest war auch gestern Morgen noch in aller Munde - so auch beim "Treffpunkt Merkur". Allerdings wurden nicht nur lobende Worte gefunden. "Ich war am Samstag beim SWR4-Schlagerfestival vor Ort", erzählt Reinhard Schlunke, "es waren unglaublich viele Menschen in der Innenstadt unterwegs"

Zweibrücken. Das SWR4-Sommerfest war auch gestern Morgen noch in aller Munde - so auch beim "Treffpunkt Merkur". Allerdings wurden nicht nur lobende Worte gefunden. "Ich war am Samstag beim SWR4-Schlagerfestival vor Ort", erzählt Reinhard Schlunke, "es waren unglaublich viele Menschen in der Innenstadt unterwegs". Die Schlagermusik habe ihn nicht unbedingt interessiert, "aber wenn in Zweibrücken etwas los ist, dann gehen wir es uns auch anschauen". 25 000 Menschen haben das Fest auf dem Herzogplatz am Samstag besucht. "Aber das Stadtmarketing hat es hier mal wieder verpasst eine Chance zu ergreifen", beklagt Schlunke, "am Nachmittag gingen die Besucher des Festivals durch eine leere Fußgängerzone - die Läden waren zu". Dieser Meinung schließt sich auch Alfons Hiebl an: "Das Festival war wunderschön, die Musik und die Organisation waren super. Aber, dass die Zweibrücker Möglichkeiten nicht nutzen, mehr daraus zu machen, ist nicht ungewöhnlich."Schlunke: "Man versucht mit skurrilen Ideen Leute vom Designer Outlet in die Innenstadt zu locken, aber einfache Gelegenheiten werden nicht genutzt." Man veranstalte einen Mordsaufstand, um am verkaufsoffenen Sonntag ein paar Saarländer nach Zweibrücken zu ziehen, hier hatte man weit über 20 000 Menschen auf einen Schlag in der Stadt. "Darunter viele, die von weither angereist sind und sich auch die Stadt einmal angeschaut haben", sagt der Zweibrücker Ulrich Gebhardt, der sich in das Gespräch einklinkt, "da hätten einige bestimmt auch den Weg in die Geschäfte gesucht." Zudem bleibe bei so einem Ereignis ja auch nicht jeder Zuschauer neun Stunden lang auf seinem Platz sitzen, meint Schlunke. Dadurch, dass die Bühne auf dem Herzogplatz stand, gab es nur die Laufstrecke durch die Fußgängerzone. Schlunke beklagt daher auch die "Schlafmützigkeit der Zweibrücker Einzelhändler". skiAuch heute freut sich die Merkur-Redaktion zwischen zehn und elf wieder auf ein Gespräch mit den Lesern.