| 21:53 Uhr

Rosengarten-Konzert
Eine wunderbare musikalische Reise

Die „Yannisha & The MamaSaid Band“ war mehr als nur ein Ersatz für die „Pfälzer Musikanten“.
Die „Yannisha & The MamaSaid Band“ war mehr als nur ein Ersatz für die „Pfälzer Musikanten“. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Anisha und Yann Loup Adam begeistern beim Sonntagskonzert im Rosengarten, dabei auch Bass, Drums, Gitarre und viel Stimme. Von Peter Fromann

Anishas Leidenschaft ist die Musik, ihre Stärke ihre Stimme: Ausdrucksstark, reicht vom entspannten Jazz und groovigem Soul bis hin zu starken Rocknummern, und einfühlsamen Chansons, selbst komponiert zum Teil. Wie kommt sie heute in den schönen Rosengarten? Ursprünglich vorgesehen waren für das Sonntagskonzert gestern im Zweibrücker Rosengarten die Pfälzer Musikanten, doch schon bei der ersten Annäherung war klar, sie waren‘s nicht. Es war die „Yannisha & The MamaSaid Band“ Doch der Schreck ließ schnell nach: Anisha Adam und Yann Loup Adam musizierten jeden Zweifel und jegliche Voreingenommenheit mit jedem Takt leicht hinweg.

Die Musiker nahmen einen schnell mit auf eine wunderbare musikalische Reise. Anishas Förderer ist Frank Nimsgern, das will ja wohl was heißen. Yann Loup (Sänger, Songwriter, Pianist, Gitarrist und Sohn von Marcel Adam, den wir hier in der Pfalz alle sehr gut kennen) zeichnet die „Goldene Europa“ aus, er ist Komponist, Autor und Produzent. Nimsgern hat mit Anisha und Yann und Gitarre, Bass und Schlagzeug dazu eine CD gemacht. „Die kostet im Laden 79 Euro, bei uns heute nur 15, Sie haben also 64 Euro gespart. Und wenn Sie zwei kaufen, sparen Sie glatt 128 Euro“, sagt Yann. Ein gelungener Scherz! Dass sie aber eine CD gemacht haben, ist kein Scherz.

Die „MamaSaid Band“ bietet Rock, Pop und Soul in neuem Gewand oder Eigenes, alles ohne doppelten Boden, Rhythmen und Grooves bis die Ohren klingen. „Perfekt“ heiße das Stück, „das „wir immer bei Hochzeiten spielen müssen“, verrät Anisha Adam. Musikalisch ist die Hochzeit dann auf jeden Fall schon mal perfekt.



„Halleluja“ spielt die Band kurz vor der Pause, das Stück plumpst über Hammer und Amboss, nimmt geschmeidig schwindelfrei die Schnecke und landet direkt im Kleinhirn und Sekundenbruchteile später im Großhirn, wo es die Augen verklärt. Alles, wirklich fast alles perfekt, wenn sich Anisha Adam nur ein wenig weniger langweilig kleiden würde und ihre Augen nicht verspiegelte.