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Historischer Verein
Eine Reise ins „Krumme Elsass“

Die gotische Kirche Domfessel; im Vordergrund die Wehrmauer mit Tor und aufgesetztem Wächterhäuschen.
Die gotische Kirche Domfessel; im Vordergrund die Wehrmauer mit Tor und aufgesetztem Wächterhäuschen. FOTO: Abbn24/pm
Zweibrücken. Der Historische Verein erkundet die Besonderheiten der französischen Nachbarregion.

(hv) Als eine Reise durch das kulturgeschichtliche Bilderbuch des Krummen Elsass versteht sich die zu Besonderheiten des Landes führende Exkursion des Historischen Vereins Zweibrücken am Samstag, 2. Juni. Schon die erste Station der Studienfahrt, das geschichtsträchtige Zetting, wartet mit einem Juwel auf: die spätgotische Kirche St. Marcel. Ihr Fluchtturm geht auf das neunte Jahrhundert zurück und ihre Grablegungsgruppe auf das Jahr 1440. Insbesondere ihre Chorfenster aus dem 15. Jahrhundert sind eine Kostbarkeit.

Ein Wehrfriedhof ist bei der zwischen 1330 und 1350 entstandenen Kirche von Domfessel mit ihrer einstigen Türmerwohnung zu entdecken. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Erst 1957 konnte sie renoviert werden. Und in Lorentzen steht mit der ehemaligen katholische Kirche – heute „Salle Polyvalente“ der Gemeinde – ein Bau von Friedrich Joachim Stengel, dem Architekten der Saarbrücker Ludwigskirche. Aber dort gibt es noch mehr zu sehen: zum Beispiel das Schloss als einstigem Witwensitz der Herren von Nassau-Saarbrücken sowie die ehemalige Zehntscheune.

Nach der Mittagspause in Sarre-Union geht die Reise weiter nach Harskirchen, das einmal Verwaltungssitz der Nassau-Saarbrücker Fürsten war. Auch dort gibt es eine Stengel-Kirche zu bestaunen. Dieser spätbarocke Kirchenbau von 1767 ist ein kunsthistorisches Kleinod. Auch in der Gemeinde Berg war der Baumeister tätig. Stengel baute dort von 1770 bis 1775 die evangelische Kirche – übrigens eine Querhauskirche wie in Saarbrücken. Und auf dem Kirchberg befinden sich Relikte eines verschwundenen Ortes. Zum Ausklang wird die „Wilde Ente“, unmittelbar am Ufer der Saar, in Saarbrücken-Güdingen angefahren.



Die Abfahrt in Zweibrücken am 2. Juni erfolgt um acht Uhr an der Festhalle. Anmeldungen werden bis Mittwoch, 30. Mai, in der Sonnen-Apotheke in der Fußgängerzone entgegengenommen.