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Unsere Woche
Eine Kamera auf Blitzbesuch

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Es wird ja viel sinnlos herumgefahren in diesen Tagen. Aus Langeweile, Vergesslichkeit, Geltungsdrang oder logistischer Überforderung fährt A von B nach C nach D und zurück. Obwohl er in B eigentlich ganz gut aufgehoben war. Von Jan Althoff

In diese unrühmliche Reihe möchte ich einmal die Videokamera stellen, die Mitte der Woche kurzfristig am ZOB hing: Am Mittwoch installiert, am Donnerstag schon wieder abmontiert. Und zwar nicht von Zweibrücker Polizisten oder Technikern, sondern Experten, die mit dem Gerät jedes Mal eigens aus Enkenbach-Alsenborn angereist waren. Angeblich, um die Funktionsfähigkeit zu testen (knapp drei Wochen vor dem eigentlichen Einsatz). Genau genommen müssten die Experten das gleiche Prozedere noch einmal mit der zweiten Kamera durchexerzieren, die gegenüber dem Max 1 Stellung beziehen sollte. Macht allein vier Fahrten hin und zurück zu Testzwecken. Plus Installation und Abbau unmittelbar vor beziehungsweise irgendwann nach dem Zweibrücker Fastnachtsumzug am 13. Februar. Kann das wirklich sein? Da hofft man ja fast, dass ein anderer Grund dahintersteckt. Nämlich der, dass man bei der Polizei nach der riesigen Resonanz in den Sozialen Medien auf die Installation der Kamera Angst vor Sabotage hatte. Mir ist meine Polizei lieber übervorsichtig als chaotisch.