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Kommentar
Ein Triumph, aber noch ist alles offen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Zunächst ein Offenbarungseid: Auch ich bin ein Verlierer des Wahlabends. Denn ich hatte getippt, Christian Gauf werde sieben Prozentpunkte vor Marold Wosnitza liegen (und erst die Stichwahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen). Von Lutz Fröhlich

Doch jetzt liegt Wosnitza sechs Punkte vorn. Wie hat er diesen großen Erfolg geschafft? Bei den Podiumsdiskussionen hat Gauf einen guten, Wosnitza aber einen besseren Eindruck hinterlassen. Mit seinem 1003-Türen-Haus­türwahlkampf hat Wosnitza viele Sympathiepunkte sammeln können. Und dass Gauf einen Amtsbonus hat, ist wohl ins Gegenteil umgeschlagen: Viele Zweibrücker reizt offensichtlich der „frische Wind“, den Wosnitza versprochen hat – zumal mit ihm als OB Gauf als Bürgermeister den Zweibrückern ja erhalten bliebe. Aber: Entschieden wird erst bei der Stichwahl. Wer unter den sechs sehr unterschiedlichen Kandidaten keinen passenden gefunden hat, bleibt wohl auch am 14. Oktober Nichtwähler. Zum Zünglein an der Waage werden so die Wähler Atilla Erens. Ob und wen sie wählen? Ich wage da noch keine Prognose . . .