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Ein maritimes Spektakel

Die „Stadt am Wasser“ wird sich auch beim Zweibrücker Straßentheater-Spektakel widerspiegeln: So wirft zum Beispiel dieses „Fabelwesen“ ein Fischernetz aus. Fotos: Kultur- und Verkehrsamt
Die „Stadt am Wasser“ wird sich auch beim Zweibrücker Straßentheater-Spektakel widerspiegeln: So wirft zum Beispiel dieses „Fabelwesen“ ein Fischernetz aus. Fotos: Kultur- und Verkehrsamt
Zweibrücken. Ganz im Zeichen der Stadt am Wasser steht am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Mai, das Zweibrücker Straßentheater-Spektakel. Das offizielle Motto lautet allerdings „Der Sommer unseres Vergnügens“. Gerrit Dauelsberg

Komik, Parodie, Frohsinn und Heiterkeit - das soll in diesem Jahr beim Zweibrücker Straßentheater-Spektakel im Mittelpunkt stehen. Das Motto lautet "Der Sommer unseres Vergnügens", wie Kultur- und Verkehrsamtsleiter Thilo Huble auf Merkur-Anfrage erläutert. Denn so lautet auch das Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz, in den das Straßentheater-Spektakel eingebunden ist. 14 000 Euro Fördergelder fließen dafür Jahr für Jahr nach Zweibrücken .

Doch das Spektakel am 7. und 8. Mai hat auch so etwas wie ein inoffizielles Motto, wie Huble verrät. Die "Stadt am Wasser ", die bei der Neugestaltung der Zweibrücker Innenstadt eine wichtige Rolle spielt, soll sich auch im Programm des Straßentheater-Spektakels widerspiegeln: So werden nach Auskunft von Huble zum Beispiel Fischer auf Stelzen, Seepferdchen Ferdinand, Fische im Frack sowie Strandverkäufer die Besucher unterhalten und der Veranstaltung gleichzeitig einen maritimen Anstrich geben. Insgesamt treten - das Bühnenprogramm auf dem Alexanderplatz nicht mitgerechnet - 13 Gruppen auf. Vier davon bieten ein stationäres Programm, der Rest sind sogenannte "Walk Acts": "Die Künstler treten in der gesamten Fußgängerzone auf", kündigt Huble an.

Das Spektakel beginnt am Samstag, 7. Mai, um 10 Uhr mit der Eröffnung im Künstlerdorf "Prisma & Freunde" auf dem Alexanderplatz. Am frühen Abend dürfen sich die Besucher dann auf ein amüsantes Kabarett freuen. Kerstin Bachtler und Bodo Redner präsentieren die "Pfälzer Heldenrevue" mit Szenen aus dem Buch "111 Gründe die Pfalz zu lieben" im Herzogsaal. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt kostet sechs Euro. "Alle anderen Angebote sind kostenlos", betont Huble.

Der Haupttag des Spektakels ist der Sonntag, 8. Mai. Dann verwandelt sich die Innenstadt in eine Straßentheaterbühne. Mit dabei sind auch Gäste aus Zweibrückens französischer Partnerstadt Boulogne-sur-Mer: Papa Batisse und Mama Zabelle mit "TiPierre". Neugierig machen dürfte auch die "verrückte Feuerwehr" mit dem laut Huble "kleinsten und originellsten Feuerwehrauto, das es gibt". Spektakulär dürfte auch ein "lebendiges Bild" sein, das sich selbst enthüllt. "Was immer imposant ist, sind die großen Figuren", ergänzt der Kulturamtsleiter und denkt dabei auch an das Stelzen-Tanz-Theater Leonhard, das mit spektakulären Kostümen durch die Innenstadt ziehen wird. Die entsprechenden Kontakte knüpft Huble übrigens häufig bei der Internationalen Kulturbörse in Freiburg, die er immer im Januar besucht.

Neben den Theater-Elementen gibt es auf dem Alexanderplatz auch ein umfangreiches Musikprogramm. Hier spielt etwa am Samstagabend von 18 bis 19.30 Uhr die Band "Swing Collection". Ab 20 Uhr folgt der Show-Act "Elvis - Interpretationen aus dem Leben von Elvis Presley ". Dazu kommen unter anderem Auftritte des Zweibrücker Shanty-Chors sowie der Gitarrengruppe Angelika & Udo. Umrahmt wird das Straßentheater-Programm von verschiedenen Märkten - so der Blumenmarkt auf dem Herzogplatz, der Bauernmarkt und der Bücherflohmarkt.

Huble hofft auf gutes Wetter und 15 000 bis 20 000 Besucher. Viele davon kommen regelmäßig von außerhalb. Dass das wegen der Sperrung der Fechinger Talbrücke dieses Mal weniger sein wird, befürchtet Huble nicht. Am Wochenende sei das daraus resultierende Verkehrschaos schließlich nicht so groß: "Ich glaube also nicht, dass Leute wegen der Brücke wegbleiben."