| 20:52 Uhr

Dorffeste in Mittelbach und Großsteinhausen
Ein Hoch auf die Helferscharen

 Das Dorffest von Großsteinhausen bietet für viele Besucher etwas.
Das Dorffest von Großsteinhausen bietet für viele Besucher etwas. FOTO: Norbert Schwarz
Großsteinhausen/Mittelbach. Am Wochenende wurden in Mittelbach und Großsteinhausen Dorffeste gefeiert. Von Norbert Schwarz

Die Zeit der Dorffest ist angebrochen, an diesem Wochenende wurde in Großsteinhausen und Mittelbach-Hengstbach gefeiert. Es sind rauschende Feste gewesen, mit großartigem Besucherzuspruch, riesigen Helferscharen und einem Ortsbürgermeister aus Großsteinhausen wie einem Ortsvorsteher aus Mittelbach-Hengstbach, die ob der Erfolge aus einem zufriedenen Grinsen kaum herauskamen. Übereinstimmender Tenor: „So könnte es jedes Jahr sein!“

Die äußeren Bedingen waren optimal, es passte alles zusammen, gefeiert wurde bis lange nach Mitternacht. Zum Auftakt wurde in Großsteinhausen, dort liegt das Festplatzzentrum direkt am alten Dorfbrunnen, mächtig gerockt, kamen insbesondere die Jugendlichen Dorffestbesucher auf ihre Kosten, waren bis in die Nachtstunden hinein voll in ihrem Element. Die jungen Musiker  mit Sängerinnen von Mustard als Vorband, allesamt der Kreismusikschule Pirmasens entwachsen, brachten die Zuhörer als Rock-Pop-Coverband prächtig in Schwung. Ein Highlight des Abends dann Skyfall. Die Band begeisterte in allen Phasen ihres Konzertes beim Auftritt in Großsteinhausen. Das sei einfach große Klasse gewesen, so die Meinung von jungen wie älteren Zuhörern.

Wer es derweil ruhiger angehen lassen wollte, kam bei der „Weinschänke“, von allem Anfang an mit seinem Ambiente und den Speisen für die Besucher ein Anziehungspunkt, auf seine Kosten. Überhaupt, nicht allein musikalisch hat das weithin beliebte Großsteinhauser Dorffest viel zu bieten. Was die vielen Helfer an Bier- und Weinständen und in den Küchen zubereiten, um die Besucher nicht hungrig oder durstig nach Hause gehen zu lassen, ist „erste Sahne“, wie es manche Befragten formulierten. Der Sonntag dann stand erneut ganz im Zeichen der alten Schlepper und Traktoren. 76 nahmen erneut an der Rundfahrt gleich nach der Mittagsstund teil und wurden mit ihren tuckernden, blubbernden vierrädrigen Getümen aus den Anfangsjahren der Technisierung in der Landwirtschaft bestaunt, beäugt und beklatscht. Ernst und Sieglinde Möller hatten mit angegebenen 450 Kilometern die weiteste Anreise, sie kamen aus Nentershausen im Landkreis Bad Hersfeld  und geben selbst an, immer auch Achse zu sein. Das Grosßteinhauser Dorffest ist für sie auch der Schleppertour 2019 eine Bereicherung gewesen.



Eine Bereicherung für viele Besucher auch das Dorffest der städtischen Vorortgemeinde Mittelbach-Hengstbach, wo die große Vereinsfamilie aus den beiden Ortsteilen wie seit Jahren zur Stelle gewesen ist, um die Besucher zufrieden zu stellen. Ortsvorsteher Kurt Dettweiler: „Solche Rahmenbedingungen bräuchten wir in jedem Jahr, das ist diesmal wirklich alles optimal gewesen. Da macht es Spaß, richtig an- und zuzupacken.“ Apropos Helfer, Dettweiler schätzt, dass sich mehr als 100 helfende Hände über die beiden Festtage rührten, damit alles klappte. Dabei würdigte Kurt Dettweiler die Arbeit der Straußmädchen und Straußbuben aus Hengstbach wohl, doch bei den Aufbau- und später den Abbauarbeiten wären doch meist die „älteren Semester“ unter  sich. Deshalb sei ein solcher Festverlauf auch für die große Helferschar wichtig, weil sich da tatsächlich das Rackern und Schuften auch gelohnt habe, findet Kurt Dettweiler.

 Zu allen Zeiten ist beim Mittelbacher Dorffest auf dem Festplatz bei der Kirche viel los gewesen.
Zu allen Zeiten ist beim Mittelbacher Dorffest auf dem Festplatz bei der Kirche viel los gewesen. FOTO: Norbert Schwarz