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Lions Club
Ein Gewinn für die Lions-Projekte

Von links: Hans-Joachim Burgardt (Präsident Lions Homburg-Saar-Pfalz), Reinhard Werner, Willi Rohrbacher, Gewinnerin Sophie Leiner und ihre Mutter Traudl Leiner, Dieter Morgenroth (Vorsitzender Lions-Hilfe) und Jürgen Helwig (Sekretär Lions-Club).
Von links: Hans-Joachim Burgardt (Präsident Lions Homburg-Saar-Pfalz), Reinhard Werner, Willi Rohrbacher, Gewinnerin Sophie Leiner und ihre Mutter Traudl Leiner, Dieter Morgenroth (Vorsitzender Lions-Hilfe) und Jürgen Helwig (Sekretär Lions-Club). FOTO: Marco Wille
Zweibrücken/Homburg. Sophie Leiner gewann bei der Adventskalender-Aktion des Lions Club Homburg-Saarpfalz eine Armbanduhr. Von Marco Wille

() Am vergangenen Donnerstagmorgen machte Sophie Leiner zum zweiten Male große Augen. Denn dann durfte sie sich eine Armbanduhr aus der Schmuckmanufaktur Rohrbacher in Zweibrücken aussuchen. Der Zeitmesser war der Hauptgewinn bei der Adventskalender-Aktion der Lions-Hilfe Homburg-Saar-Pfalz.

Das erste Mal große Augen machte sie am Vormittag des Heiligen Abends. Denn da kam ihre sechsjährige Schwester Ida ins Zimmer gerannt und rief, dass sich bei der 17-Jährigen der Hauptgewinn hinter dem 24. Türchen der Weihnachtslotterie versteckt habe. „Ich habe zunächst gar nicht verstanden, was sie von mir möchte, weil sie so aufgeregt war“, erinnerte sich Sophie Leiner bei der Gewinnübergabe im Zweibrücker Traditionsunternehmen an diesen Augenblick zurück. Ihre kleine Schwester hat Zahlen lesen geübt und dabei die Türchen der Kalender geöffnet, mit der freudigen Entdeckung dahinter. Erst als Sophie dann mit in die Küche kam und es mit eigenen Augen sah, wusste sie, dass es kein Scherz war.

Den Kalender, der zur Teilnahme an der Lotterie berechtigt, bekommt sie Jahr für Jahr von ihrer Großmutter geschenkt. Ebenso wie Ida und die ältere Schwester Emma (19). Vor Jahren habe sie schon einmal einen Reisekoffer mit dem Adventskalender gewonnen, aber jetzt den Hauptpreis zu bekommen sei etwas ganz Besonderes, sagt Sophie Leiner.



Als weitaus schwieriger als das Türchen aufzuklappen entpuppte sich schließlich die Suche nach der passenden Uhr. „Ich kann mich schon nicht wirklich entscheiden, was ich mir auf Brot schmieren soll, und jetzt soll ich hier zwischen all den Kombinationen aus verschiedenen Farben, Formen und Materialien was aussuchen.“ Gewinnerin Sophie Leiner hatte die Qual der Wahl.

Und mit dem Gewinn haben die Vertreter der Lions-Hilfe und des Lions-Club wieder einmal jemanden glücklich gemacht – nicht nur die Gewinnerin, sondern auch die sozialen Projekte, derer sich die gemeinnützige Organisation des Lions-Club Homburg-Saarpfalz annimmt. Insgesamt 2200 Lose in Form des Adventskalenders gingen 2017 in den Verkauf (Stückpreis fünf Euro). Ausgelobt wurden mehr als 220 Gewinne im Gesamtwert von über 7000 Euro. Der Reinerlös einschließlich Geldspenden beziffert Dieter Morgenroth, Vorsitzender der Lions-Hilfe, auf 10 000 Euro, die gespendet werden.

Der Kalender für die Weihnachtszeit wurde bereits im achten Jahrgang aufgelegt. „Im Vergleich zum Anfang haben wir mittlerweile keine Absatzschwierigkeiten mehr. Er hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt und die Leute fragen schon ab wann es den Kalender wieder gibt“, freuen sich Morgenroth und Reinhard Werner, verantwortlich für den Kalender, über diesen Umstand. Weitere Projekte, die die Lions-Hilfe unterstützt, sind unter anderem ein Kreativprojekt für Frauen mit Migrationshintergrund, die Gewalt erfahren haben oder denen Gewalt droht. Es läuft unter dem Namen „Löwinnen“ beim Caritas-Zentrum Saarpfalz. Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Verein in die Aktion „Kinderaugen“ der Kinderaugenklinik des Uniklinikums des Saarlandes in Homburg. Hier wurden durch ein Benefizkonzert im vergangenen Dezember in Saarbrücken, gemeinsam mit den Lions Saarbrücken sowie Heusweiler, ein Reinerlös von 15 000 Euro erzielt. Die Schule am Webersberg, eine staatliche Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung, sowie verschiedene Kinder- und Jugendprojekte, aber auch überregionale Aktionen, werden durch die Lions immer wieder mit Mitteln bedacht.