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Viele Leerstände in der Einkaufsadresse
Galerie-Betreiber wechselt: Hoffen auf neue Impulse

 Die Hallplatz-Galerie in Zweibrücken bekommt wohl einen neuen Eigentümer.
Die Hallplatz-Galerie in Zweibrücken bekommt wohl einen neuen Eigentümer. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Die Hallplatz-Galerie wechselt offenbar – wieder einmal – den Eigentümer. Die Stadt und der Cap-Markt als ein Ankermieter hoffen auf bessere Zeiten. Von Mathias Schneck

Die glanzvollen Tage sind längst vergangen: Seit Jahren schon ist die Hallplatz-Galerie in der Zweibrücker Fußgängerzone eine Einkaufsadresse, in der die Leerstände deutlich zutage treten. Jetzt hoffen das Rathaus und der Cap-Markt, neben C&A der Anker-Mieter in der Galerie, auf neue Impulse, auf doch noch bessere Zeiten.

Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) bestätigte dem Merkur auf Anfrage, dass es einen Eigentümer-Wechsel gegeben habe. Es hätten sich vor dem Verkauf „mindestens zwei Interessenten für die Hallplatz-Galerie“ interessiert, sagte Wosnitza. An wen die Galerie nun tatsächlich gegangen sei, könne er nicht sagen, es herrsche in dieser Angelegenheit große Verschwiegenheit.

Der Oberbürgermeister sagte, sobald der neue Eigentümer offiziell bekannt sei, werde die Stadtverwaltung unverzüglich das Gespräch mit diesem suchen. Es sei ein Herzenswunsch des Rathauses, dass die Galerie neues Leben erfahre, es handele sich um eine wichtige Adresse, er hoffe, dass der neue Eigentümer dem Einkaufskomplex frische Impulse gebe, die auf die Fußgängerzone insgesamt ausstrahlen könnten.



Auch Marco Dobrani, Vorstand der Kimmle-Stiftung, bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass sich etwas in Sachen Galerie getan habe. Die Kimmle-Stiftung betreibt in der Hallplatz-Galerie mit dem Cap-Markt (einem Lebensmittelgeschäft mit 17 Mitarbeitern), einem Bistro (sieben Beschäftigte) und einem Geschäft für Bürobedarf (vier Mitarbeiter) gleich drei Adressen dort.

Dobrani sagte, ihm sei mitgeteilt worden, dass es einen Eigentümer-Wechsel gegeben habe. „Aber Einzelheiten wurden nicht genannt. Es hieß, damit müsse bis zum Eintrag ins Grundbuch gewartet werden.“

Nach Merkur-Informationen hat einer der mindestens zwei Interessenten für die Galerie den Plan geschmiedet, dort einen Woolworth anzubieten, er stellte ein neues Fitness-Studio in Aussicht, ferner war der Plan, eine kleine Reihe von Imbiss-Ständen anzubieten. Allerdings handelte es sich bei diesem Investor um denjenigen, der nicht zum Zuge kam. Wer der neue Eigentümer tatsächlich ist, welche Pläne er hat – das ist alles unklar.

Dobrani machte deutlich: „Wir in der Hallplatz-Galerie warten jetzt mit großem Interesse, wer der neue Eigentümer ist, was seine Pläne sind.“ Er hoffe sehr auf frischen Rückenwind.

Die Kimmle-Stiftung verlängerte erst vor kurzem ihren Mietvertrag mit dem alten Eigentümer um weitere fünf Jahre (2018 bis 2023; wir berichteten) – allerdings mit einer einseitigen Ausstiegs-Option für die Stiftung. Dobrani sagt, er gehe fest davon aus, dass dieser Vertrag auch für den neuen Eigentümer verbindlich sei. Nach wie vor kämpfe der Cap-Markt mit der neuen Konkurrenz am Busbahnhof, dem Netto-Markt. Dobrani: „In den ersten beiden Monaten, nachdem Netto dort eröffnet hatte, mussten wir beim Cap-Markt Umsatzeinbußen in Höhe von 19 Prozent hinnehmen. Inzwischen hat es sich leicht gebessert, wir liegen aktuell bei 15 Prozent Umsatzminus. Aber auf Dauer ist auch das nicht tragbar.“

Der weitere Verbleib der Stiftung hänge nun davon ab, welche Pläne der neue Eigentümer verfolge und ob er damit Erfolg habe.

Bisheriger Eigentümer der Galerie war ein Fonds namens Puma Brandenburg Limited, der wiederum das Unternehmen Vista Venture mit der Verwaltung beauftragte.