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Duppré und Boßlet schauen entspannt nach Brüssel

Zweibrücken. Der Vorsteher des Flughafen-Zweckverbands, Südwestpfalz-Landrat Hans Jörg Duppré, und der Geschäftührer des Zweibrücker Flughafens, Werner Boßlet, schauen ganz entspannt nach Brüssel. Die EU-Kommission will am Donnerstag die Leitlinien für staatliche Betriebsbeihilfen vorstellen (wir berichteten). sf

"Unruhig werde ich deshalb nicht: Wenn die Leitlinien so in Kraft treten werden, wie es zurzeit aussieht, dann sind uns die Rahmenbedingungen bekannt", sagte Duppré auf Merkur-Anfrage.

Nach den neuen Leitlinien sollen Flughäfen wie Zweibrücken oder Hahn nur noch maximal zehn Jahre staatlich gefördert werden. Das Defizit werde schon jetzt heruntergefahren, sagte Duppré. "Dabei wollen wir noch weitere Erfolge erzielen." Mit den Vorgaben der Leitlinien würden die Verhandlungen mit dem Saarland über eine Zusammenarbeit weitergeführt. Flughafen-Chef Boßlet wiederholte, dass die Verluste 2012 um 140 000 auf 4,5 Millionen Euro gesenkt worden sind. "Das Ziel für 2013 von drei Millionen Euro Verlust haben wir erreicht." Mit den Leitlinien werde die Arbeit der Vergangenheit bestätigt, betonte er. "Nach der Veröffentlichung besteht Klarheit." Dem Vorschlag des rheinland-pfälzischen CDU-Europaabgeordneten Werner Langen, Konversionsflughäfen eine längere Frist einzuräumen, gibt Boßlet wenig Chancen. Die CDU-Landtagsfraktion unterstützt mit dem Hinweis, dass Mainz in der Vergangenheit "Flugzeugträger Europas" war, den Vorschlag.