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Drei Gärten erleben

 Das Archivbild zeigt, wie üppig und facettenreich der Garten Rücker anmutet. Er wird künftig einer von drei öffentlichen Gärten sein . . .Foto: pma/leh & pma(2)
Das Archivbild zeigt, wie üppig und facettenreich der Garten Rücker anmutet. Er wird künftig einer von drei öffentlichen Gärten sein . . .Foto: pma/leh & pma(2) FOTO: pma/leh & pma(2)
Zweibrücken. Der UBZ übernimmt die touristische Vermarktung der Anlage Kurt Rückers. Neben Rosengarten und Wildrosengarten gibt es künftig einen weiteren Garten für Besucher. Fritz Schäfer

"Das ist eine hervorragende Ergänzung für uns", freut sich Stadtgartenmeister Heiko Hübscher auf den Garten Rücker. Der Umwelt- und Servicebetrieb übernimmt künftig die Vermarktung des rund ein Hektar großen Privatgartens Rücker. Der Rosengarten und der Wildrosengarten sind seit Jahrzehnten touristische Ziele in Zweibrücken. "Wir überlegen schon lange, wie wir das touristische Konzept weiterentwickeln können", sagt Hübscher.

Mit Gärten ohne Grenzen sei der Rosengarten in einem Verbund. "Aber es ist schon ein gewisser räumlicher Abstand zwischen den Gärten." Deshalb habe der UBZ den Vorschlag von Kurt Rücker aufgegriffen, die Vermarktung des Gartens zu übernehmen. "Das ist ein tolles Projekt", begründet Hübscher die Zusammenarbeit. Der Stadtgartenmeister meint damit auch den Garten der Familie Rücker an der Kirchbergstraße.

"Der Garten ist im englischen Landhausstil mit einem qualitativ hohen Pflanzenbestand, einer Gehölzsammlung und einem Steinbruch", beschreibt Hübscher den Garten, den die Eheleute Ursula und Kurt Rücker mit dem darin befindlichen Wohnhaus in eine Stiftung überführen (wir berichteten). Aus dem Ertrag der Stiftung wird die Unterhaltung des Gartens finanziert. Aber auch gemeinnützige Anliegen der Gemeinden Rosenkopf und Bottenbach werden aus dem Ertrag des Stiftungsvermögens unterstützt, wie Rücker in einer Mitteilung schreibt. Der Garten soll nach dem Wunsch der Stifter der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Seit einigen Jahren ist das einmal im Jahr am Tag der offenen Gartenpforte geöffnet (wir berichteten). Nach der Vorstellung Hübschers soll der Garten im späten Frühjahr und Sommer an zwei Tagen von zehn bis 16 Uhr offen sein. Dann werde auch ein Mitarbeiter des UBZ vor Ort sein. Auch um "einen Obolus" für den Garten zu nehmen.



An den Tagen möchte der UBZ auch Führungen durch den Garten Rücker, die weiter in der Anlage leben, anbieten. Hübscher kann sich auch vorstellen, dass in dem Garten der UBZ auch Tagesseminare durchgeführt werden können. Die Stifter haben auch natur- und pflanzenkundliche sowie musikalische Veranstaltungen im Sinn. Gleichzeitig soll es eine Wirkungsstätte für bildhauende Kunst und Kulturschaffende sein. Wobei die Bewirtung des Gartens über das Café Dornröschen erfolgen können, sagt Hübscher. An dem von den Eheleuten entworfenen Konzept des Gartens werde sich nichts ändern, betont Hübscher. Er sieht seine Aufgabe darin, den Gedanken der Familie fortzuführen.

Die noch erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen wie Parkplätze für Pkw und Busse sowie WC-Anlagen werden noch vom Ehepaar umgesetzt, heißt es in der Mitteilung, so dass die Versuchsphase im Mai beginnen könne.

Mit dem Rosengarten habe der UBZ eine fünf Hektar große Parklandschaft mit über 45 000 Rosen und Begleitstauden sowie einer Wiese zum Betreten. Einen Wildrosengarten, in dem statt der Nadelbäume künftig wieder Obstbäume blühen sollen, mit der Sammlung von wilden Rosen. "Und im Garten Rücker können wir den Besuchern zeigen, was sie auch zu Hause umsetzen können. Es ist ein heimischer Garten."

Der Chef des UBZ, Werner Boßlet, erhofft sich, dass durch das zusätzliche Angebot Gartenfreunde länger in der Stadt verweilen. "Wir bieten drei verschiedene Gärten an. Jeder mit einem eigenen Charakter. Und jeder ist einen Besuch wert." So überlegt Hübscher auch, Führungen miteinander zu verknüpfen.