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Bauausschuss
Drei Dutzend neue Bauplätze

 Am Oberen Himmelsberg entstehen 13 Bauplätze.
Am Oberen Himmelsberg entstehen 13 Bauplätze. FOTO: Immobilia Vertriebsgesellschaft für Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen mbH / Immobilia
Zweibrücken. Der Bauausschuss gibt grünes Licht für die Baugebiete Bickenalb-Blick, „Junges Wohnen am Himmelsberg“ und „Nördlich der Gerhart-Hauptmann-Straße“. Von Fritz Schäfer

Selbst wenn Dirk Schneider (SPD) in der Sitzung des Bauausschusses von einem Baugebiet „dritter Klasse“ sprach stimmte das Gremium der Satzung für das Baugebiet Bickenalb-Blick in Mittelbach bei einer Enthaltung zu. In der Fläche zwischen dem Friedhof und der Altheimer Straße können bis zu acht Bauplätze entstehen.  Erschlossen wird das Gebiet über eine Stichstraße von der Lindenhofstraße.

Wegen der steilen Zufahrt können Müllfahrzeuge nicht in die Straße fahren, erklärte der UBZ-Vorstand Werner Boßlet. Folge: Die Anwohner müssen ihre Müllgefäße auf einen Abstellplatz bringen. „Das ist ein Unding in einem Neubaugebiet“, ärgerte sich Schneider.  Mittelbachs Ortsvorsteher Kurt Dettweiler (FWG) monierte, dass es im Bebauungsplan heißt, dass eine Zisterne eingebaut werden könne oder solle. Für Dettweiler ist es ein Muss. Man könne niemand zwingen eine Zisterne einzubauen, sagte der Planer Horst Wonka. Wogegen Boßlet erklärte, dass ein Bauantrag ohne Zisterne abgelehnt wird. Stadtplaner Harald Ehrmann vom Bauamt versprach, dass die Bauverwaltung die Anregung von Thomas Eckerlein (CDU) prüfen werde, im Einzelfall „ausnahmsweise“ Terrassen über die Baugrenze hinaus zuzulassen. Die Anmerkung von Behörden machten keine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Und von Bürgern sind keine Stellungnahmen eingegangen.

Wie das Gebiet in Mittelbach dient auch das Projekt des Investors Willi Gessner Junges Wohnen am Himmelsberg der Verdichtung im Innenbereich. Auf dem Gelände des alten evangelischen Krankenhauses zwischen Oberer Denis-, Ring und Oberer Himmelsbergstraße entstehen 13 Bauplätze (wir berichteten). „Wir sind froh, dass der Investor das Projekt in Absprache mit der Stadt entwickelt“, sagte der Beigeordnete Henno  Pirmann.  Auch Dirk Schneider (SPD) begrüßte das Baugebiet. „Das ist genau das was wir brauchen und kein exklusives Wohnen.“ Dem schlossen sich die übrigen Ausschussmitglieder an und stimmten dem nächsten Verfahrensschritt, der Beteiligung der Behörden, im beschleunigten Verfahren zu.  „Hier werden Möglichkeiten für junge Familien geschaffen“, merkte Norbert Pohlmann (Grüne) an.



Der Planer Thomas Thiele erläuterte, dass neun Bauplätze über eine Stichstraße, die vom Investor gebaut und kostenfrei an die Stadt übergeben wird, von der Oberen Himmelsbergstraße erschlossen wird. Vier Bauplätze liegen an der Oberen Denisstraße. Thiele erwähnte noch, dass es sich um eine offene Bauweise handelt und zwei Vollgeschosse erlaubt sind. Auf dem Gebiet hatte der Landesverein Innere Mission vor einigen Jahren eine Altenpflegeeinrichtung geplant.

 Ebenfalls der Innenverdichtung dient das Baugebiet Nördlich der Gerhart-Hauptmann-Straße in Oberauerbach. Dort sollen 14 Bauplätze entstehen. Bei der Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit gingen aus der Bevölkerung keine Stellungnahme ein. Das Stadtbauamt regte an, dass durch ein ausnehmbarer Absperrpoller das Befahren des Fußwegs verhindert wird. Der Bauausschuss beschloss den nächsten Verfahrensschritt, die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit.