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Dramatischer Steuer-Einbruch für Zweibrücken

Zweibrücken/Bad Ems. Von einsamer Spitze zum abgeschlagenen Schlusslicht: Diesen Absturz hat Zweibrücken innerhalb nur eines Jahres bei den kommunalen Steuereinnahmen im Vergleich der 36 rheinland-pfälzischen Städte und Landkreise erlitten

Zweibrücken/Bad Ems. Von einsamer Spitze zum abgeschlagenen Schlusslicht: Diesen Absturz hat Zweibrücken innerhalb nur eines Jahres bei den kommunalen Steuereinnahmen im Vergleich der 36 rheinland-pfälzischen Städte und Landkreise erlitten. Vor einem Jahr hatte das Statistische Landesamt berichtet, 2009 seien die Steuern wegen der Wirtschaftskrise "empfindlich" eingebrochen, im Schnitt um 17,7 Prozent - während Zweibrücken als einzige Kommune zulegte, um 4,7 Prozent.Gestern gab die Behörde in Bad Ems die neuen Zahlen bekannt - unter die Überschrift "Die kommunalen Steuereinnahmen sprudelten 2010 wieder" (landesweit plus sechs Prozent). Doch in Zweibrücken stürzten die Steuereinnahmen förmlich ab, um 32,2 Prozent auf 27,7 Millionen Euro. In der Südwestpfalz gab es einen minimalen Anstieg um 0,4 Prozent auf 49,4 Millionen Euro.

Der Zweibrücker Kämmereileiter Friedrich Wagner erklärt, der Rückgang sei auf den Gewerbesteuer-Einbruch zurückzuführen (wir berichteten) und deshalb im Haushalt schon eingeplant. Zweibrücken hänge stark von der Maschinenbau-Industrie ab. Diese habe während der Krise volle Auftragsbücher abgearbeitet - während nun der Einbruch komme. Die Zahlen seien deshalb für Zweibrücken "im Schnitt nicht beunruhigend: Wir fallen jetzt wieder auf die normale Größe zurück." > Seite 3: Bericht lf